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Gedanken unserer Kinder

19 Nov 2009 00:40 #6969 von Marion
Liebe Celestine-Freunde,

heute hatte ich ein einprägendes Erlebnis mit unserem Jüngsten. Auf der Heimfahrt im Auto fragte er mich plötzlich, ob es Eco-Krieger geben würde. Er ist 9 Jahre alt. Ich fragte zurück, was dies denn für Leute wären. Er sagte mir es wären Menschen die der Natur helfen. Sie befreien unsere Umwelt von anderen Maschinen oder Menschen die der Natur schaden und sie verschmutzen.

Ich sagte ihm, daß solche Menschen natürlich existieren würden. Es wäre aber schön, wenn jeder Mensch auf seine Umwelt schauen und aufpassen würde.

Damit gab er sich momentan zufrieden.

Es gab mir aber einen Denkanstoß in welchen Feinheiten das Gedächtnis unserer Kinder in der Lage ist die Geschehnisse nachzuvollziehen.

Was wird er das nächste Mal fragen? Haben euere Kinder auf solche Anschauungen? Hinterfragen sie vieles um wiederum uns einen Anstoß zu geben?

Es ist wie eine Kettenreaktion. Jedes Denken zieht ein weiteres Denken nach sich, wodurch wir noch mehr Durchblick bekommen.

Vielleicht hat jemand auch solche Reaktionen der Kinder bemerkt.

Machen wir die Augen auf und schauen auf die Menschen die uns am nächsten stehen, denn sie sind auch Wegweiser auf unserer Reise.

Maria
19 Nov 2009 08:56 #6970 von Manni
Guten Morgen Maria!

Ja, der Kindesmund ist so herrlich unverblümt und lässt tief blicken. Wir sehen, worauf unsere Kleinen so reflektieren und was sie bewegt. Besonders interessant wird das, wenn sie in einer Gruppe sind und sich austauschen bzw. in den Vordergrund heben möchten.

Kürzlich bin ich drei kleinen Mädchen (Grundschulalter) begegnet, die sich mächtig stark fühlten und lauthals mit Kraftausdrücken nur so um sich riefen. Viele Passanten, waren empört und geschockt zu gleich und das schien diese Mädels eher noch zu bestärken.

Mich hatte jedoch interessiert, ob sie wohl wissen, was all diese Ausdrücke bedeuten. Ehe ich sie überhaupt ansprechen konnte, warfen sie mir eine extrem abwertende Bezeichnung für das Geschlechtsteil der Frau an den Kopf. Ich drehte mich um, um zu sehen, ob eventuell eine Frau in meiner Nähe stand, die sie gemeint haben könnten, dann schüttelte ich nur mit dem Kopf und zuckte verständnislos mit den Schultern. Sie begannen zu kichern und ich sagte nur: Ihr müsst euch irren, hier gibt es so etwas nicht. Sie erwiderten: "Doch Du ..." und wiederholten diesen Ausdruck jetzt noch lauter (fast geschrieen). Also klärte ich sie dann auf und riet ihnen mal bei sich selbst nachzusehen, denn sie hätten genau dieses Körperteil, ich jedoch nicht, also beschimpften sie sich gerade selbst.

Auf einmal waren sie ganz leise und tuschelten wild durcheinander, was ich jedoch nicht hören konnte, und machten sich dann rasch aus dem Staub. Viel hat es wohl nicht gebracht, denn bald hörte ich ihre Stimmen erneut aus der Ferne doch diese anrüchige Vokabel war nun nicht mehr dabei. :blush:

Wissen sie wirklich immer was sie tun? Oder testen sie sich nur weiter vor? Mal sehen was die "Alten" dazu sagen?

Eine ältere Dame kam aus ihrer Richtung und schimpfte lautstark vor sich hin. "Das kommt von dieser antiautoritären Erziehung! Früher hätte es so etwas nicht gegeben! Denen fehlt mal ne ordentliche Tracht Prügel!" usw. Ich lächelte sie nur an und wünschte ihr einen schönen Tag. Leider fühlte sie sich nicht angesprochen und blieb bei ihrem Unmut. Ja, wer seinen Fokus nicht auf das Positive ausrichtet, wird es auch nicht empfangen können. Aber es ist da, selbst bei diesen Mädels, die einfach nur mal aus sich raus gehen wollten, um sich auf diese Weise Luft zu verschafften. Genau das ist eben der Unterschied zu früher. ;)

Ich freue mich, wenn den Kinderstimmen mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, anstatt sie zu unterdrücken, denn sie sind noch völlig unvoreingenommen, offen und ehrlich. Und wir sollten da auch nicht in der Form einwirken, dass wir das verbieten oder ihnen sagen was sie zu tun oder zu lassen haben, um dieses oder jenes damit zu bewirken. Sie werden es für sich selbst herausfinden und ihren Weg gehen.

Eigene Erfahrungen prägen sich sowieso viel besser ein als jede Standpauke. Und wenn es Erklärungsbedarf gibt, dann können wir ja Rede und Antwort stehen und das kommt auch an, weil das Interesse dazu dann vorhanden ist.

Mein Ältester konnte diskutieren, dass es eine wahre Pracht war und machmal auch sehr anstrengend aber es hat sich immer gelohnt. B)

Liebe Grüße
Manfred
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19 Nov 2009 09:07 #6971 von Marion
Lieber Manfred,

du hast Recht "Kindermund tut Wahrheit kund". Ich bin deiner Meinung, daß wir öfter auf unsere Kinder hören sollen, denn sie zeigen uns wo wir stehen und was wir zu tun haben.

Sie werden ihren WEg machen, genauso wie wir. Er sieht nur anders aus aber das Ziel ist das gleiche. Das was sie selbst erleben prägt immer mehr, denn "aus Fehlern lernt man".

Mein kleiner Wolfgang hat eine sehr verletzbare Seele und ist sehr nachdenklich aber auch schon so weit vorausblickend, daß er mehr spürt und sieht als die anderen. Es herrscht zwischen uns eine so enge Verbindung, daß wir alles vom anderen fühlen und spüren.

Schenkt den Kindern euere Ohren und hört

Maria
Folgende Benutzer bedankten sich: Nona
26 Nov 2009 00:50 #7174 von Syrin
Liebe Maria, lieber Manfred und ihr Leser

Ja, in unserer Gesellschaft sollte man wirklich mehr auf die Kinder eingehen und sie nicht als unbeholfen betrachten.
Ich weiß nicht so recht, ob es hier rein passt, aber es gab mal eine Situation, wo ich nicht auf die Schreie meines Sohnes geachtet habe.
Er war damals 4 Monate alt und konnte nur an meiner Brust einschlafen. Jedoch war mir das nach einer Weile sehr lästig, da er meiner Meinung nach nun auch mal allein einschlafen sollte.
So besorgte ich mir ein Ratgeberbuch worin stand, man solle sein Kind ins Bettchen legen, aus dem Zimmer gehen und wenn es dann zu schreien beginnt, wieder reingehen und lieb zu ihm sprechen.
Man solle es aber nicht hochnehmen, weil es ja sonst das bekommt, was es wolle.
Also blieb ich neben dem Bettchen stehen und streichelte meinem Sohn über den Kopf.
Er wurde noch lauter und weinte sehr.
Mir ging das Herz über. Meine Intuition sagte mir, es ist nicht gut ihn so heulen zu lassen, aber mein Verstand dachte an die Experten aus dem Buch und ich zwang mich zu glauben, dass sie ja wohl wissen müssen, was richtig ist.
Also blieb ich eine volle Stunde neben ihm und tätschelte seinem Kopf. Er war völlig aufgelöst und hyperventilierte schon, weil er so aufgeregt gewesen ist! Aber ich ließ mich dennoch nicht abbringen und hatte sehr mit mir zu kämpfen, weil er mir total leidtat.
Als er dann doch noch vor Erschöpfung eingeschlafen ist, ging es mir richtig schlecht und ich hatte schreckliche Gewissensbisse. Was hatte ich meinem Kind angetahn?!!
Er hat doch nach seiner Mama geweint und es muss ihm doch wie ein Stich ins Herz vorgekommen sein!
Die Mama saß doch direkt davor und hat mir nicht geholfen, obwohl ich so traurig und verstört war!
Ab da war mir klar, es ist falsch gewesen nicht auf meinen Mutterinstinkt zu hören und diese Form der Schlaferziehung machte ich nie wieder.
Heute schläft er zu seinen Zeiten ein-auch ohne diese "Vorschrift" aus dem Buch.

Wir müssen das, was unsere Kinder sagen ernst nehmen, sonst nehmen sie uns irgendwann nicht mehr ernst...

Herzliche Grüße
Eure Syrin
17 Mai 2010 14:19 #9768 von Marion
Liebe Freunde,

letzte Woche hatte ich wieder ein einschneidendes Erlebnis mit unserem Jüngsten.

Er sagte plözlich am Tisch als wir alle gemeinsam aßen, daß jeder Mensch bzw. jede Seele wiedergeboren wird und daß wir danach nicht mehr bewußt wissen was in unserem früheren Leben geschehen ist. Er sagte weiter, daß wir keinen Einfluß darauf haben als was wir wiedergeboren werden, sondern daß es immer und zu jeder Zeit geschieht.

Ich bejahte seine Ausführungen und ließ ihn weitersprechen.

Also sagte er weiter brauchen wir gar nicht traurig sein, wenn jemand stirbt, denn irgendwann treffen wir uns alle bestimmt wieder.

(Ich hatte zwar Rückführungen, habe aber mit keinem Wort irgendetwas gegenüber den Kindern oder meinem Mann geäußert)

Irgendwie habe ich das Gefühl, daß ich in meinem jüngsten Sohn jene Person gefunden habe die mir hilft meine Lebensaufgabe zu erfüllen. Auch früher da bin ich mir sicher waren wir bereits vereint, denn entgegen jeglichen ärztlichen Rat wollte ich unbedingt unser drittes Kind. Siehe da es ist das Kind meiner Seele.

Kinder sind so unendlich wichtig für unsere Welt und der Grundpfeiler unseres weiteren Lebens.

Maria
18 Mai 2010 13:32 #9776 von Marlene
Liebe Maria

In dem Zusammenhang und dem Celestine Online Seminar kommen mir einige Gedanken.

Du wolltest mal ein Buch schreiben.
Was deinen Sohn betrifft, was er in welchem Alter sagt und was bei Euch gerade Thema ist, wäre mir gerade eine Hilfe gewesen zum 3. Thema.

Ich selbst habe für meine Kinder bis zum Alter von etwa 3 Jahren so eine Art Tagebuch mit Fotos geführt, doch dann wird es immer weniger auch so mit den Fotos.

Vielleicht wäre das eine Idee, in dem Sinne deine Memmoiren, deine Erfahrungen, dein Wissen für deine Söhne aufzuschreiben.

Ich kann gut deinen Jüngsten verstehen.
Ich fühle auch so, mit dem Unterschied das ich dazu viel mehr Zeit benötigt habe... lächeln, wie schön für Ihn, diese Erkenntnisse, vielleicht sind sie später mal für ihn Wertvoll, wenn er es vielleicht bereits wieder vergessen hat.

Alles Liebe für Euch alle
Marlène
Moderatoren: Martinlavida