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Warum, Was und Wie Arbeiten...???

17 Feb 2013 10:32 - 17 Feb 2013 10:33 #19047 von Batory
Bea schrieb:

Es wird gar nicht mehr geschätzt, was ein Mensch eigentlich leistet, wenn er morgens die Tür raus geht und sein Tagewerk verrichtet.


Liebe Bea,

und deswegen ist es so wichtig, dass du selbst das schätzt, was du leistest. Ob du nun Vollzeit, Teilzeit arbeitest oder momentan arbeistssuchend bist, ist völlig unrelevant, denn die Menschen sind meist zu beschäftigt, um die Leistungen anderer anzuerkennen.

Jeder Tag hat seine Aufgaben und nur, wenn das was du tust für dich einen Sinn ergibt, dann hat es auch eine wirkliche Wertigkeit.

LG Batory
Folgende Benutzer bedankten sich: Bea
18 Feb 2013 13:19 #19058 von KeepOnSmiling
Vor lauter Arbeit komme ich gar nicht mehr dazu, hier zeitnah nachzulesen ;-)

Liebe Community,
vielen Dank für Eure Beiträge und die offene Diskussion hier.

Ich greife einfach mal eine Antwort auf meine "HartzIV"-Frage heraus:

Batory schrieb: Leider kann man sich von HarzIV aber auch keinen Lebenstandard leisten, sondern lediglich die Kosten für das eigentliche Überleben decken und ich muss sagen, meiner Meinung nach ist das einfach zu wenig um glücklich und sorgenfrei existieren zu können. Man kann sich kein Auto leisten wie der Otto-Normal-Bürger, Freizeitaktivitäten, Bildung oder das einfache Weggehen mit Freunden, wird schon zum Pfennigkampf, den man drei mal umdrehen muss. Reisen? Kredite für ein eventuell neues Berufskonzept? Vergiss es!
Das bekommst du nicht mal im Lila Lutscher Land.


Diese Antwort ist für mich sehr markant, weil ich sie hätte genauso schreiben können.
Ich hab knapp über ein Jahr HartzIV bekommen, die letzten Monate noch, obwohl ich schonwieder selbstständig unterwegs war, aber "unterm Strich" erstmal weniger als HartzIV übrigblieb...
Ich hatte mit HartzIV einen Lebensstandard und so allein auf dieser Welt (meine KIDS gut versorgt bei Ihren Müttern und deren neuen Männern) ein ganz nettes Leben.

Dann hab ich mich wieder in die Arbeitnehmerwelt begeben, verdiene jetzt wieder deutlich mehr als HartzIV und kann mich all den schönen Dingen hingeben: Auto, Weggehen mit Freunden (ohne hin und wieder eingeladen zu werden), Urlaub, Freizeitaktivitäten, die Geld kosten usw.
Allerdings geht es mir deshalb nicht wirklich besser - im Gegenteil. Es geht mir immer wieder mal richtig mies. Der neue Lebensstandard mit all den Dingen, wie Batory sie beschrieben hat und so wie ich noch immer dazu neige, sie zu unterschreiben, ist in der Tat STANDard. Da steht etwas, meist auf meinen Füßen, manchmal sogar auf meiner Seele, mal leicht, mal schwer und immer ein Hindernis.

Das Auto brauche ich zu 90% nur fürs auf die Arbeit kommen, den meisten Urlaub (der ja auch Geld kostet) brauche ich nur, um mich von der Arbeit zu erholen und viel Freizeitaktivitäten brauche ich nur, um mich von meiner Arbeit abzulenken und "mal auf andere Gedanken zu kommen"...

Wenn ich nun als Betriebswirt all diese "Kosten" des Lebenstandards von meinem Einkommen abziehe, bleibt kaum mehr als HartzIV übrig...
Ich mag Geld - für mich ist es mittlerweile ein schönes Symbol, ein Hilfsmittel.
UND, ja UND am schönsten ist das mit Geld doch, wenn es als Wertschätzung für etwas verdient ist, das mir selbst auch Freude bereitet hat. Den meisten Menschen erscheint das nicht vergönnt.

Und Batory hat es andere Stelle ja ungefähr auch geschrieben, dass dieses Problem nur besteht, wenn "man" eine Arbeit macht, die keinen Spaß macht, die keine Erfüllung bringt.

Kann ich aus diesem Modell des Geldverdienens aussteigen? Ja ich kann (und arbeite daran)!
Die Herausforderung dabei ist nämlich, der Preis, denn ich dafür zu zahlen habe. Einen Preis, der in Geld nicht gemessen werden kann:
Um ein neues Ufer erreichen zu können, muss ich erstmal das alte verlassen...!

Und das Loslassen, gerade das Loslassen von lieblichen Lebensstandard und Gewohnheiten, ist schwierig. Über einen Fluss oder ein Meer zu segeln oder zu schwimmen und Gefahr zu laufen in den Fluten des Marktes, der Behörden und anderer Ungeheuerlichkeiten unterzugehen und das neue Ufer gar nicht erreichen, ist anstrengend, unabsehbar und voller Überraschungen. Manch einer landet auf einem anderen Ufer als geplant.

Warum, Was und Wie Arbeiten? Das ist vor allem eine Frage meiner Einstellung - mir selbst und anderen gegenüber.
Zu den Vorstandgehältern habe ich Heute gelesen, dass der arme VW-Vorstand auf 1,6 Mio.€ verzichten muss. Max. 14 Mio.€ sind jetzt bei VW erlaubt - arme Sau!
Das braucht mich gar nicht zu interessieren. Ich finde immer jemandem, der viel mehr oder viel weniger hat als ich. Das ist der falsche Maßstab. Die Anderen sind die Anderen!

Für mein Leben entscheidend ist, was ich arbeiten, machen, tun und schaffen will und uns allen wünsche ich, dass ein jedes Mitglied unserer Welt es so macht, wiediewiediewitt es ihm gefällt ;-)

KeepOnSmiling
OlliKöhl
Folgende Benutzer bedankten sich: Nirvana, Schelm
18 Feb 2013 15:13 #19064 von Batory
Hallo OlliKöhl,

Das braucht mich gar nicht zu interessieren. Ich finde immer jemandem, der viel mehr oder viel weniger hat als ich. Das ist der falsche Maßstab. Die Anderen sind die Anderen!


Eben. Es kommt immer darauf an, womit man im Endeffekt zufrieden ist. Manch einer kommt mit HarzIV klar, ein anderer würde sich, im warsten Sinne des Wortes, ins Meer stürzen, wenn er auf einmal statt 2 Millionen nur noch 1 Millionen auf dem Konto hätte. Alles eine Frage der Gewohnheit, des Umfeldes und der Erziehung.

Andererseits kann jemand, der finanziell erfolgreich ist, den anderen auch emotional anstoßen. Wenn zB. A und B die gleichen Interessen haben und A irgendwann mit seinem Hobby Geld verdient, ermutigt es B vielleicht auch, das Gleiche zu tun und seine Träume zu verwirklichen. Der gesunde Ergeiz wird geweckt.

Apropos Träume und Bestimmungen verwirklichen: Mir ist aufgefallen, dass es hier im Forum ja auch Einige gibt, die sich als Lichtarbeiter und Berater selbstständig gemacht haben. Mich würde es gerne interessieren, wie sie diesen Schritt empfunden haben, ob es ihre wahre Erfüllung ist und "wie sie den Weg dahin geschafft haben"?
Vielleicht mag ja der eine oder andere ein paar Zeilen dazu schreiben, denn ich finde, es passt ganz gut in dieses Thema rein und eventuell ermutigt es ja die Personen, die ebenfalls in diese Richtung gehen möchten, aber noch nicht wissen wie.

Mir fällt da noch eine Sparte ein, die wir noch gar nicht bedacht haben:

Auszubildende und Studenten.

Eure Meinung? Haben es Azubis und Studenten leichter als ausgebildete Arbeitnehmer? Oder schwerer?

Gerade bei den Studenten gibt es ja immer wieder das Klischee, dass sie ja nur Party machen und 2,3 mal in der Woche für ein paar Stunden zu Vorlesungen gehen und ansonsten ein lockeres Leben haben. Ich denke, da gibt es solche und solche und es kommt auf den jeweiligen Studiengang drauf an.

Bei den Ausbildungen gibt es die betrieblichen und die schulischen (soweit ich auf den Laufenden bin, vielleicht gibt es noch andere).

In der Regel geht der betriebliche Azubi, genau wie der Ausgelernte, seine 8 Std. am Tag arbeiten und hat dazu auch noch ein, zwei mal die Woche, oder alle paar Wochen in Blöcken Berufsschule. Der schulische Azubi dagegen ist von morgens bis nachmittag in seiner Schule, lernt Theorie und hat in bestimmten Zeiten Praktika.

In betrieblichen Ausbildungen erhält der Lehrling ein entsprechendes Endgeld. In den Schulischen muss er meistens ein Schulgeld bezahlen.

Obwohl der betrieblich Auszubildende genau so lange in seiner Arbeitsstätte bleibt am Tag, wie der ausgelernte Angestellte, bekommt er jedoch erheblich weniger Geld (meist zwischen 200-500 € im 1. Ausbildungsjahr). Natürlich kann er noch nicht alles wie seine Kollegen, da er noch lernt und vollführt demzufolge noch nicht alle Aufgaben (perfekt). Mir ist klar, dass die meisten Ausbildungsstätten nicht für ihren eigenen Betrieb ausbilden und das es deswegen unter anderem bestimmte Vorgaben gibt, welches Endgeld der Azubi in der jeweiligen Branche bekommt. Dennoch...er hat es meist schwerer. Er hat genau die gleichen Arbeitszeiten, muss seine gesamte Konzentration dafür aufbringen, neue Dinge zu erlernen und es möglichst diejenigen, die sich in der Hirarchie über ihm bewegen, recht machen. Es wird eine imense Energie verwendet, die meist nie wirklich gewürdigt wird. Und dann bekommt er meist noch nicht einmal ein Drittel von dem, was die ausgelernten Angestellten verdienen. Jeder kennt das Sprichwort "Lehrjahre sind keine Herrenjahre". Aber sorry, das klingt nach Ausrede.

Ich jedenfalls kann mir nicht mehr vorstellen, eine normal staatliche, 3-jährige Ausbildung zu machen, in der ich nur ein paar Pfifferlinge verdiene, aber trotzdem eine 40 std./woche habe. Dazu fühle ich mich einfach schon zu alt und mit einem Kind sehe ich das auch gar nicht mehr ein. Da hätte ich schon mit 16 anfangen sollen, aber jetzt nicht mehr.

Ich bin ungelernt, weil ich schon früh geheiratet habe. Wenig später kam auch das erste Kind. Trotzdem gehe ich teilzeit arbeiten, wärend mein Mann der Hauptverdiener ist. Ich sehe mich eher als Hausfrau mit "Nebenbeschäftigung" und das ist für uns das Beste, denn so habe ich noch genug Zeit für Kind, Mann und den Haushalt.

LG Batory
18 Feb 2013 16:10 - 18 Feb 2013 16:18 #19065 von Sillisunshine
Hallo Zusammen

Die Frage ist doch , ist eine berufliche Veränderung mein finanzieller Untergang?
Gibt es ein weniger risikoreichen Weg aus der beruflichen Sackgasse? Ihr wisst die Subventionen sind schon lange auf ein Minimum beschränkt.
Es könnte mich meine finanzielle Exitenz kosten. Zurück zu gehen ist dann schon nicht mehr möglich. Denn hier warten schon 30 weitere Personen auf meine freigewordene Stelle.
Nicht wirklich eine angestrebte Alternative. Meist geht dann auch ein Wechsel mit finanziellen Einbußen einher.Kann ich mir das und will ich mir das leisten? Vielleicht trage ich Verantwortung für meine Familie, die ich in der Überlegung nicht aussparen kann.

Läßt das System überhaupt eine Veränderung zu?
Alternativen sind für mich ein Trugschluss.
Wenn ich von mir ausgehe und bedenke, dass ich 10-12 Stunden am Tag arbeite, dann kann ich aus meinem Kräfte- Akku heraus nicht noch eine weitere Fortbildung oder einen Studiengang anstreben. Dann laufe ich total auf dem Zahnfleisch und kann mich in direkt in die Hände eines Therapeuten begeben, der auch Kohle sehen will......!Denn auch der will Überleben.

Für mich hat das eine Form von Existenzkampf angenommen, der nach dem Gesetz der Wildnis funktioniert. Nur der Stärkere überlebt, merkt Ihr nicht, wie dieser Wirbel stärker wird und verschlingt.
Der Rest auf der Gewinner Seite kann sich gewisse Dinge erlauben, die anderen fallen hinten hinunter.
Und dabei ist genug für jeden da! Es ist ein Punkt der Um-fairteilung.
Auch ein fairteilen der Arbeit wäre die Möglichkeit zu einem fairen Grundeinkommen.
Warum nutzen wir nicht die Maschinen, damit Sie uns die Erleichterung bringen und somit Zeit für eine persönliche Weiterentwicklung für jeden .Statt dessen ist die Orientierung in Profit und Wachstum nur für eine bestimmte Elite deklariert.

Auch ist das in der Ausbildung mehr als deutlich: Haste Was , wirste Was , Biste Was......darfst die Drückerkolonne leiten.

Besondere Auswirkungen hat das Doch auf die Gesundheit und auf die Lebenserwartung eines Jeden.

Das ist im Bereich der Gesundheitspolitik deutlich zu erkennen.Hier in Deutschland ist es noch nicht so extrem, aber schaut Euch Griechenland an. Entweder Du kannst zahlen oder aber Du bekommst keine, nein gar keine Leistung .............!

Also die Entscheidung Hopp oder Top?
Bleib bei Deinen Leisten ( bewege Dich besser nicht von A nach B) und es geschieht Dir nix.
Somit wird das Regim gestützt! Brichst Du aber aus, dann kannst Du auch Genickbruch erleiden.

Wer will das schon. Viele Menschen streben nach Glück und dazu gehört auch finanziell über die Runden zu kommen.

Führt diese dezimierung dazu, dass wir weiterhin zu Lemmingen entarten?

Hier noch eine interessante Sichtweise:
Wenn wir nicht für unser Leibliches Wohl sorgen müssten, dann wären wir frei von der finanzielle Sorge?
Ein interessanter Aspekt:

18 Feb 2013 16:35 - 18 Feb 2013 16:38 #19068 von Bea
Hallo Ihr Lieben,

nein, eine berufliche Veränderung muss nicht zwangsläufig dein finanzieller Untergang sein.

Risiko gehört nun mal zum Leben dazu. Manchmal ist es eben ganz wichtig alles auf eine Karte zu setzen und mit gutem Glauben voran zu gehen.

Am Anfang muss man halt eben etwas kürzer treten, das ist völlig normal, aber nach einiger Zeit ist es auch so, dass du dann von deinem Einkommen leben kannst.

Veränderung geschieht, wenn wir wissen, wer wir sind auch wenn man auf Widerstöße trifft und der Weg einem nicht gerade einfach gemacht wird.

Ich werde mitunter auch einen arbeitsreichen Tag hinter mich bringen und wohl mit der spirituellen Ausbildung beginnen. Wichtig sind dann immer die Pausen, die man einhält und versucht mit den Kräften so zu haushalten, dass man nicht auf dem Zahnfleisch läuft.

Jedenfalls werde ich nicht weiter mehr nur mein Leben träumen, sondern meinen Traum zur Realität werden lassen.

Bisher war ich ja schon auf dem richtigen Weg und dass ich Erfolg habe, mit dem was ich tue, zeigte sich immer wieder. Nur bin ich ab und zu von meinem eigentlichen Weg abgekommen und das hat mich nach hinten geworfen und so fange ich jetzt wieder von vorne an.

Auf jedem Fall wünsch ich all denen, die einen neuen Weg einschlagen ganz viel Kraft und Mut, denn nichts ist umsonst oder vergebens in diesem Leben.

Alles liebe Bea
Folgende Benutzer bedankten sich: Rosenduft
18 Feb 2013 17:13 #19071 von Jeliel
Hi, Olliköhl,

Das Auto brauche ich zu 90% nur fürs auf die Arbeit kommen, den meisten Urlaub (der ja auch Geld kostet) brauche ich nur, um mich von der Arbeit zu erholen und viel Freizeitaktivitäten brauche ich nur, um mich von meiner Arbeit abzulenken und "mal auf andere Gedanken zu kommen"..


Solche Gedankengänge hatte ich auch schon oft... Es scheint ein Teufelskreis zu sein...

Ich als Noch-Azubine kenne den Spruch "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" nur zu gut, die Erfahrungen bestätigten mich nur noch mehr in den Dingen, die ich für richtig halte usw. Aber darauf verzichten hätte ich trotzdem können.

Mich würde interessieren, Olliköhl, wie du tatsächlich nach und nach bzw. immer mehr aus diesem Gefilde ausbrichst! Kannst du uns - mir - das mal genauer erläutern? Mich würde das wirklich interessieren!

MFG, Jule
Moderatoren: Martin