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Warum, Was und Wie Arbeiten...???

22 Feb 2013 10:10 #19083 von Bea
Hallo Richard, da muss ich dir zustimmen... :cheer:

Manchmal muss man einfach nur loslassen und die Dinge fließen wie von selber...

Danke und ich wünsche euch allen einen zufriedenen und glücklichen Tag :)

Bea
22 Feb 2013 13:31 #19085 von Jeliel
Hallo Community,

ich habe zu diesem Thema heute eine kleine "Eingebung" gehabt bzw. vom Radio geliefert bekommen, und dachte mir: Das poste ich hier gleich mal, da es schlichtweg sehr gut passt! :woohoo:



Und ebenfalls sehr gut passend:



Ich hoffe, ihr lest mal die Lyrics und spürt die Ehrlichkeit, Ironie und den Sarkasmus.

Eure Jule :silly:
Folgende Benutzer bedankten sich: Schelm
22 Feb 2013 15:54 #19087 von Schelm
Geil, die Lieder erinnern mich irgendwie an die alten Legenden von den Dimple Minds, u.a. "Helden der Arbeit"...

Ich denke, Arbeit, so wie sie Heute in der Gesellschaft überwiegend verstanden wird, ist kaum etwas anderes als Sklaverei... vielleicht auf einem anderen Niveau ;-)

Liebe Grüße
Euer Schelm
Folgende Benutzer bedankten sich: Jeliel
24 Feb 2013 07:00 #19088 von Manni
Also ich denke, dass die Menschen heute mehr die Wahl haben, ob sie zur Arbeit gehen oder nicht. Viele Menschen möchten auch gar nicht mehr arbeiten gehen und müssen deswegen nicht sterben. Ich sehe da doch noch einen großen Unterschied zur echten Sklaverei, wo sie zur Arbeit gezwungen wurden.;)
26 Feb 2013 20:18 #19090 von nanabosho
Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang mal interessant, meinen eigenen Weg zu betrachten. Ich verlor meine Arbeit aber schon im Jahr 2000. Gut verdient hatte ich indessen, nur war alles ziemlich langweilig geworden und mir war klar, dass ich etwas verändern musste. Aber ich hätte einen Job mit sehr gutem Verdienst nie selbst aufgegeben.
Das Berufsbild eines Schriftsetzers - das war ich viele Jahre lang - gab es aber damals schon in Deutschland nicht mehr. Ich hätte entweder umlernen müssen oder etwas anderes tun.
Und so entschloss ich mich, endlich meinen Traum umzusetzen, den ich seit meiner Kindheit hegte: selbst Bücher schreiben, Romane, Erzählungen.
Ich hatte wahnsinnige Angst davor, da ich glaubte, was meine Eltern und mein gesamtes Umfeld mir eingebleut hatten: Kunst ist brotlos!!!! Bringt nichts.
Deshalb nahm ich jede Menge Nebenjobs als Selbstständiger an und schrieb nebenbei. Die Nebenjobs brachen entweder immer wieder weg oder laugten mich extrem aus, ohne dass sie mir viel Einkommen brachten. Seit dem ersten Buch aber (2002 erschienen) wuchs mein Leserkreis beständig, obwohl ich selbstvermarktend tätig war und im Grunde alles andere bin als ein Geschäftsmann. Nur geschah all das zu langsam, und so verlor ich erst mal alles, Haus, Frau usw. Tabula rasa. Wollte auch nicht mehr schreiben, sondern irgendeinen Job irgendwo annehmen. Seltsamerweise fand ich nichts Passables, und wenn ich dem Schreiben abschwören wollte, geschah immer etwas, was mich neu davon überzeugte, etwa der begeisterte Anruf eines Lesers, der Verkauf eines größeren Postens Bücher o.ä.
Eine Weile bezog ich Hartz IV. Ich verfluchte sämtliche Motivationstrainer, die mir eingeredet hatten, ich müsse das tun, was ich liebe, wozu mein Herz mich treibt. Wovon ich dann leben sollte, hatten sie nicht gesagt, oder eben immer nur behauptet, ich müsse mir es vom Universum wünschen. Das "Universum" hat mich geradeso überleben lassen, war aber recht sparsam mit finanziellen Geschenken. Bücher wie THE SECRET finde ich heute noch vom Übel. (Weil sie nicht die ganze Wahrheit sagen...)
Inzwischen - nach 13 Jahren Kampf - beginnt die Sache vorsichtig zu greifen. Ich habe in den vergangenen Jahren unglaublich viel geschrieben, locker 20 Bücher, nicht ganz dünne. Habe nun viel zum Herausgeben. Das eBook-Geschäft, das mich selbst nichts weiter kostet, bringt erstaunlich viel ein. Und meine gedruckten Bücher werden schon mal von Buchhandlungen in Luxemburg oder der Schweiz bestellt. Sie bekommen eine Menge Sterne bei Amazon. Noch schaffe ich es logistisch mit meiner Assistentin gemeinsam, aber wenn es mehr wird, werde ich nicht nur meine Schulden los sein (deren Höhe nun ständig sinkt), sondern kaum noch Zeit finden zum Schreiben. Werde den Vertrieb und so abgeben müssen.
Warum dauerte alles so lange? Genau weiß ich es nicht. Es könnten durchaus meine Selbstzweifel gewesen sein. Es könnte meine Mentalität gewesen sein, alles immer allein machen zu wollen...
Ich bin glücklich damit. Kann stundenlang an einem Romankapitel oder einer Erzählung schreiben, ohne dass es mich müde macht oder stresst. Stehe auf, wann es passt, esse, wann ich Hunger habe, teile mir die Zeit ein. Ich habe lange nicht gemerkt, was ich die ganze Zeit schon h a t t e und immer nur auf das gesehen, was ich anscheinend noch nicht hatte... Hätte mich oft und oft glücklicher fühlen können, wäre mir das bewusster gewesen. Jeder Tag ist ein Abenteuer für mich.
Was ist Arbeit?
Selbst wenn ich versuche, besser zu werden, besser zu schreiben usw., ist das kein Stress. Ich l i e b e, was ich tue und bin nun froh, es in all den häufigen schwachen Augenblicken eben doch nicht hingeworfen zu haben. Die so lange anhaltende Existenzangst ist wachsendem Vertrauen gewichen...

Und wenn ich Menschen begegne, die sich Tag für Tag im Hamsterrad abstrampeln, neide ich es ihnen nicht länger, wenn sie dicke, schwarze Zahlen auf dem Konto haben, von denen sie ja doch kaum etwas genießen können...

Bin ich "ausgestiegen"? Ich weiß es nicht. Ich folgte einem Ruf, mit einer Wahnsinnsangst und Zweifeln, die mich fast umgebracht hätten. Aber ich bin immer weitergegangen. Und jetzt bereue ich n i c h t s mehr, gar nichts!!!!

Herzliche Grüße,
nanabosho
Folgende Benutzer bedankten sich: Jeliel, Bea, Batory
26 Feb 2013 21:40 - 26 Feb 2013 21:47 #19093 von Jeliel
@nanabosho: Wow, da kann ich dir ja nur gratulieren. :cheer:

Ich frage mich an dieser Stelle nur, was wäre, wenn alle ihren Träumen nachhingen würden? Jeder wirklich nur das machen würde, jedenfalls hauptsächlich, was er für richtig und gut hält, worin er Talent hat etc.? Es gibt zwar viele Menschen, deren Natur ihr Job ist, ihre Berufung, aber es würden doch dann immer weniger geben, die z.B. Kranken- und Altenpflege betreiben oder Nachtschichten machen, die Jobs machen, die andere nicht gerne machen würden, aus verschiedenen Gründen. Wer macht dann die "Drecksarbeit"? Wer wühlt freiwillig in Gülle? Macht man das wirklich aus Leidenschaft oder nur des Gehalts wegen? Versteht ihr, worauf ich hinaus will? Wenn jeder auf seine Art und Weise künstlerisch tätig wird/wäre, wer macht dann die Arbeiten, die leider nötig sind, um unsere Gesellschaft am Laufen zu halten? Wer räumt Regale in Supermärkten ein oder kümmert sich um technische Anlagen, wer überwacht monotone Fabrikmaschinen oder hält sich freiwillig 3-10 Stunden 7 Tage in der Woche in einer kleinen Bibliothek auf und betreut die Leserschaft? Viele Jobs haben ihre Vorteile, jeder Job hat sicherlich auch seine Nachteile...

Ich habe gerade zufällig noch diesen passenden Spruch auf der CC-Seite gelesen, und kopier ihn ganz bewusst hier rein:

Was wir Selbstverwirklichung nennen, ist nicht das Erlangen von etwas Neuem oder das Erreichen eines fernen Ziels; es heißt einfach, das zu sein, was man immer ist und schon immer war.

Ramana Maharshi


Es ist einfach wahr. B)

Liebste Grüße,
Jule
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