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Während jeder von uns der Vollendung seiner spirituellen Aufgabe zustrebt, werden die technologischen Aspekte unseres Überlebens vollends automatisiert werden, damit wir uns gänzlich auf unser synchrones Wachstum konzentrieren können. Dieses Wachstum wird die Menschheit in immer höhere energetische Stadien befördern, bis unsere Körper schließlich eine reine Energieform annehmen und wir die jetzige Dimension unerer Existenz mit jener nach dem Leben verbinden und dadurch den Kreislauf von Tod und Geburt beenden.

Das "liebe" Geld... Spirituelle Ökonomie

22 Feb 2010 20:55 #8992 von karo
oh mannimen, ich kann nur zu gut alles nachvollziehen. in einer selbstständigkeit ist man als letzter in der kette immer der, den die hunde beißen.
ich war auch selbstständig, hab 5 jahre für nichts gearbeitet wie eine besessene und jeder bekam sein geld, nur für mich blieb nichts.
vor erschöpfung gab ich auf, natürlich mit verlusten. außer spesen nichts gewesen.
heute vermisse ich zwar mein geschäft noch immer, weil es war schon meine passion, aber glücklicher bin ich definitiv ohne geschäft und ohne verantwortung.
23 Feb 2010 07:55 #8995 von Manni
Hi Karo

Wie war das denn so mit deiner Geschäftsaufgabe?

Es wird ja allgemein behauptet, dass sich Gewinne erst nach fünf Jahren erwirtschaften lassen, wenn das Geschäft dann gut läuft. Ich bin nun schon fast 15 Jahre in diesem Geschäft und kann diese Aussage nicht bestätigen. Vielmehr ist es eine ständige Berg- und Talfahrt. Nichts ist so unbeständig wie die Selbstständigkeit.

Wenn ich doch der letzte in der Kette wäre, dann könnte ich vermutlich auch aufgeben. Aber bei mir hängt da noch die Familie mit dran und die würde ich mit runter ziehen. Also kämpfe ich immer weiter dagegen an, stehe immer wieder auf und stelle mich den Anforderungen, die an mich gestellt werden. Allerdings werde ich dabei eben nicht glücklich. Vielmehr habe ich das Gefühl irgendwie nur noch zu funktionieren und alles was ich tue nur für andere zu tun, nie für mich.

Erst wenn ich bei meinem Pferd bin und völlig abschalten kann, tanke ich neue Energie. Dann stelle ich mir auch die Frage, warum wir in dieser Welt nicht einfach nur in Harmonie mit der Natur leben können, so wie es die Tiere tun. Zeit und Geld kennen sie nicht. Sie folgen nur ihren Bedürfnissen und sind dabei sehr genügsam.

Nur der Mensch stellt Anforderungen. Damit entsteht auch erst ein Leistungsdruck. Und genau das macht uns auf Dauer krank. Ist übrigens auch bei den Tieren zu beobachten, wenn sie unter dem Leistungsdruck des Menschen stehen, beginnen sie zu leiden. :(

Warum lassen wir uns so unter Druck setzen und warum geben wir diesen Druck auch noch weiter? Ich denke, dass dies nicht der wahre Weg zum Glück ist. Aber einen Ausweg habe ich noch nicht gefunden. Wenn ich ein Dach über dem Kopf haben und etwas zu Essen bekommen möchte, muss ich halt dafür auch etwas tun, eine Gegenleistung erbringen. Und schon bin ich in dieser Mühle drin.

Ich kann auch nicht erwarten, dass andere Menschen ständig für mich sorgen. Selbst der Staat geht pleite, wenn kein Mensch mehr Gewinn erzeugt. Dann muss auch der Staat aufgeben. Doch der nutzt seine Macht und schafft zuvor Nebenschauplätze, schickt die Menschen in den Krieg etc. Das würden wir wohl auch tun, wenn wir nichts mehr zu essen bekämen, obwohl genug auf der Welt für alle da ist. Aber es gehört uns nicht und wir müssen es uns halt erarbeiten oder erobern. :S

Schlimm das
Manfred
23 Feb 2010 11:10 #8996 von Martin
Lieber Manfred,

auch ich kann Deine Probleme gut nachvollziehen. Gerne würde ich Dir ein paar Impulse für Dein Geschäft geben, aber dann wären wir hier Off-Topic.
Im Moment hast Du Dir einen Markt ausgesucht, der den Wert Deiner Leistung beständig drückt; Du hast Dich in den Kampf der Baubranche-Discounter begeben. Und da kannst Du nur verlieren.
Du must Dir tatsächlich einen ganz anderen Markt suchen. Anregungen hierzu könnten Dir das Buch "Kopf schlägt Kapital" geben (hier der Amazon-Link: www.amazon.de/schl%C3%A4gt-Kapital-Unter...id=1266918918&sr=8-1 ).

Gerade in Bezug des Häuser-Bauens boomt derzeit die Nachfrage nach gesunden (!), baubiologisch gebauten Häusern, die gleichzeitig auf bestmögliche Weise alternative Energien nutzen (Sonnenkollektoren, Wärmepumpen, Holzpelletheizungen, Fotovoltaik) und diese effizient einsetzen (Null-Energie-Haus, Plus-Energie-Haus). Für mich war das 2006 ein intensives Thema, da wir umziehen mussten und meine Familie unter schweren Allergien litt. Ein Baufritz-Haus war für uns nicht bezahlbar - also musste ich überlegen, wie ich ein ökologisches Haus mit möglichst wenig Geld verwirklichen konnte. Und es ging: Zunächst konzipierte ich ein Haus, dass durch eine geschickten Geometrie und einen geschickten Grundriss mit einem minimalen Bauaufwand ein Maximum an effizient nutzbaren Raum ermöglichte. Dann suchte ich mir eine ökologische Schreinerei, einen Architekten, der meine Pläne zu Papier brachte und die Statik machte, gab die Materialien vor, und machte zum Schluss selbst Elektrik und Trockenbau.
Alle Bäder und Toiletten ordnete ich übereinander an, so dass die Leitungswege minimal wurden (mein Heizungsbauer strahlte und sagte: "Es geht also doch!"). Ich wählte einen hohen Kniestock mit einem 30°-Dach - so konnte auf eine Kehlbalkenlage verzichtet werden - das waren über 5.000 EUR weniger. Ich verzichtete auf Gauben und Erker und nahm eine fast quadratische Grundfläche. Das Ergebnis: Ein baubiologisch gebautes 3-Liter-Haus mit Fussbodenheizung, dezentraler Belüftungsanlage, Sonnenkollektoren für die Warmwasserbereitung, mit Vollunterkellerung und 160 qm Wohnfläche für rund 210 TEUR.
Bei Baufritz hätte etwas Vergleichbares etwa das doppelte gekostet.
Ich glaube, das hier ein Markt sein könnte: Eine neuartige, geniale und kostensparende Grundplanung, kombiniert mit baubiologischen Materialien und aktueller Gebäudetechnik. Hier ist garantiert noch nicht das Optimum erreicht.

Vielleicht, lieber Manfred, könnte das eine Neuausrichtung für Dich sein? Heute planen die Architekten fast alle nur nach Optik, aber die wenigsten entwickeln geniale Konzepte, die sie dann für ihre Kunden bauen. Hier ist noch viel Neues möglich.

Herzlichst

Martin
23 Feb 2010 12:45 #8997 von Schelm
Liebe Leute,

in der Tat wird sich einiges in Sachen Geld ändern - ganz bestimmt und da kann ich Euch nur anspornen, etwas an Eurer jetzigen Situation zu ändern, wenn sie Euch nicht gefällt.

Veränderung tut auch schon mal weh. Veränderungen zu verschleppen oder beharrlich an alten Zöpfen festzuhalten wird in Zukunft noch mehr weh tun...

Zum Thema, wie ich mir die Zukunft vorstellen kann:

Vor einigen Tagen habe ich ein neues Zahlungsmittel kennengelernt, naja sagen wir mal ein altes wieder aufgewärmt:

Jemand ist auf die Idee gekommen einen 1gramm Goldbarren (naja, Goldbarrenchen) in eine Karte einzulassen und als Zahlungsmittel auszugeben.
Das eine Gramm Gold ist heute ca. 40€ wert, also quasi ein vierzig-Euro-Schein und es wird daran gearbeitet, dass mehr und mehr Händler das Ding, also eine Goldkarte als Zahlungsmittel anzuerkennen.

Eine alte Idee in neuen Gewand, allerdings begründet daruaf, dass sich mit unserem Währungssystem in Zukunf gravierendes ändern wird.

Also schneidet alte Zöpfe ab - auch wenn´s weh tut.
Tröstet Euch damit, dass es schön ist, wenn der Schmerz wieder nachlässt und "ein neues Leben" beginnt!
Für die meisten von uns, war auch die Geburt in dieses Leben eine schmerzhafte Angelegenheit - stellt Euch vor, wir hätten uns davor gedrückt :woohoo:

Ciu
Euer Schelm
23 Feb 2010 16:56 #8999 von Manni
Danke Martin

für diesen Denkanstoß. Ich war ja gerade auf der Bautec in Berlin und das zentrale Thema sind in der Tat die ökologischen Bauweisen. So habe ich mir auch den neuesten Stand der Dachbegrünungen in einem Forum angehört. Immer mehr Versiegelung in Ballungsgebieten führt auch zu mehr globaler Erwärmung. Da kann die Schaffung von Grünflächen deutlich entgegen wirken, für mich nichts Neues. Aber neu war für mich die Kombination mit Fotovoltaikanlagen, da diese im Wirkungsgrad sinken, wenn die Temperaturen ansteigen und durch die Dachbegrünung werden diese deutlich gesenkt und somit auch der Wirkungsgrad erhöht. Hier in Berlin können wir auch gleich doppelt sparen mit so einer Technik, denn sie bringt nicht nur den Gewinn von Energie sondern auch die Verbesserung der Umwelt und außerdem gibt es Fördermittel und die Einsparung bei der Entwässerung, die hier auch nicht unerheblich ist.

Ja, da ist schon einiges in Bewegung. In unserem Hause sitzt auch ein Kollege, der sich genau damit beschäftigt und er ist nicht alleine. Mal sehen, ob wir ins Gespräch kommen. Vor Jahren hatte ich schon einmal einen Vorstoß in diese Richtung unternommen, doch da war die Zeit wohl noch nicht reif dafür.

Dennoch gehöre ich zu den Menschen, die gerne an "alten Zöpfen" festhalten, wenn diese sich auf Dauer bewährt haben. Insofern sehe ich diese ganze Entwicklung in Richtung "0 Lieterhaus" sehr skeptisch. Sie mag zwar Energie einsparen, ist jedoch nicht gerade gesund für uns Menschen. Wer mag schon gerne in einem Haus mit Zwangsbelüftung wohnen. Wie wir alle wissen sind Lüftungsanlagen nicht zu vergleichen mit freie Luftzirkulation, die es in unseren Altbauten noch gab. Auch werden die Räume viel zu sehr überheizt und die Menschen haben früher sehr viel gesünder gelebt. Niedrige Decken tragen nicht zum Wohlbefinden bei usw.

Ich könnte diese Liste endlos fortführen, doch das ist nicht unser Thema hier. Aber ich habe deinen Hinweis durchaus verstanden und nehme ihn auch als erneuten Denkanstoß bzw. neue Ausrichtung.

Vielen Dank
Manfred
23 Feb 2010 20:15 - 23 Feb 2010 20:20 #9005 von karo
lieber mannimen,

deine ganzen erkenntnisse kann ich nur unterschreiben. diesselben habe ich nämlich auch gewonnen. und genau aus diesem grund habe ich mich entschlossen nur noch "kleine brötchen" zu backen, d.h. ich habe mir eingestehen müssen, dass mich selbstständigkeit völlig überfordert hat, dazu noch damals die kleinen kinder und der haushalt. das alles hat meine gesundheit ruiniert.
sehr gut, dass ich nicht alleinerziehend war, denn sonst hätte ich den rückzug aus der "verdienenden welt" nicht so einfach gehabt.
dennoch denke ich mir, dass du vielleicht ein besseres leben führen könntest, würdest du entweder angestellt oder freiberuflich arbeiten, ohne ein so hohes berufsrisiko zu tragen. als architekt könntest du z.b. für andere eingabepläne mit cad zeichnen, auch wenn das natürlich unter deinem bildungsniveau ist, aber die riesige verantwortung fiele weg und du wärst auch flexibler wenngleich du vielleicht nur mäßig verdienst dabei.aber allemal mehr als in der selbstständigkeit.
außerdem wäre es besser, wenn das geldverdienen auf mehrere schultern gelegt wird. vielleicht kann deine frau halbtags mitarbeiten bzw. die kinder ferienjobs annehmen. insgesamt würde sich eine verbesserung einstellen, die die ganze familie glücklicher werden ließe. hast du selbst ein eigenes haus überlege ob du nicht lieber das verkaufst und zur miete wohnst. auch das nimmt große sorgen von einem.
manchmal hilft eine völlige umstrukturierung im leben und wenn man einen familienrat zusammenruft und sich mal alles von der seele redet.

alles liebe für dich von karo.
Moderatoren: Martin