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Das "liebe" Geld... Spirituelle Ökonomie

11 Mai 2010 20:13 #9716 von KeepOnSmiling
Liebe Community,
hi Rainer Schelm,

eine gute, herausfordernde Frage, die da aufkommt...

Ich sehe das auch so, dass jeder von uns seinen Teil zum Ganzen beiträgt, d.h. dass jeder einzelne von uns mehr oder weniger zu unserem Finanz- und Währungssystem beiträgt, in dem er/sie schlicht und einfach daran teilnimmt.

Aus diesem Grund berate ich zum Beispiel seit einigen Monaten meine Kunden auch genau zu diesem Thema, nämlich dass die Zinshascherei, Konsum auf Pump oder eben auch die Teilnahme an Spekulationen durch Options- oder sogenannten Forwardgeschäften letztendlich der Wirtschaft schaden.
Genauso gilt es auch über Nachhaltigkeit zu sprechen und darüber zu besprechen, welche Folgen meine Geldanlage bzw. mein Sparen entfalten, dort "wohin" ich mein Geld spare oder investiere.

Ich rede mit meinen Kunden auch über den Begriff Real-Wirtschaft und Sachwerte, z.B. ist es sinnvoll bei Lidl, Aldi und Co. Obst und Gemüse aus Übersee oder Afrika zu kaufen, einfach weil es billig ist oder lieber in heimische Agrarwirtschaft "zu investieren", in dem ich bei entsprechenden Händlern kaufe oder im Supermarkt darauf achte, woher meine Ware, die ich kaufen möchte kommt.

Das, was für den alltäglichen Einkauf von Essen oder Kleidung gilt, gilt auch fürs Sparen oder investieren. Mein Handeln hat Folgen, dass früher oder später auf mich zurückkommt.

Und ich spreche mit meinen Kunden darüber - das ist es, was ich tue!

Was tust Du, Schelm?
Was tut jeder von Euch, liebe Celestine Freunde, um die Wirtschaft zu verändern?
Was tun jeder einzelne von uns, nicht mehr an den Auswüchsen unseres Wirtschaftsystems teilzunehmen?

KeepOnSmiling
:) lliKöhl
Folgende Benutzer bedankten sich: Nirvana, Schelm
12 Mai 2010 09:06 - 12 Mai 2010 11:49 #9725 von Manni
Hallo Olli

Wie Du sicher weißt, bin ich ja gerade aus unserem Wirtschaftssystem ausgestiegen. D. h. ich bringe dem Statt nichts mehr ein, liege ihm aber auch nicht auf der Tasche. Vielmehr dreht sich bei mir inzwischen vieles um Tauschgeschäfte, so wie es früher einmal Usus war. Und ich lebe von dem, was unsere Gesellschaft im Überfluss hat. Brote vom Bäcker, die einen Tag alt sind gelten als Sondermüll und müssen aufwendig entsorgt werden. Ich nehme sie gerne und auch den leckeren Kuchen. Ähnlich ist es mit Obst und Gemüse, wobei ich Inlandskost auch bevorzuge, selbst wenn ich die EU damit nicht unterstütze. Insofern sehe ich mich wieder als wichtigen Bestandteil unserer Gesellschaft, ganz ohne Dividende. :P

Liebe Grüße
Manfred
12 Mai 2010 09:28 #9726 von Martin
KeepOnSmiling schrieb:

Was tust Du, Schelm?
Was tut jeder von Euch, liebe Celestine Freunde, um die Wirtschaft zu verändern?
Was tun jeder einzelne von uns, nicht mehr an den Auswüchsen unseres Wirtschaftsystems teilzunehmen?

KeepOnSmiling
:) lliKöhl

Lieber Olli,

wir decken seit längerer Zeit unseren Bedarf (Lebensmittel, Kleidung, Reinigungsmittel) nahezu ausschließlich aus nachhaltig produzierten Bio- bzw. Öko-Produkten - vorzugsweise aus dem Bio-Einzelhandel.
Geräte kaufen wir - sofern überhaupt nachvollziehbar - aus deutscher Fertigung und dann solche, die eine gute Qualität aufweisen, d.h. durch Langlebigkeit nachhaltig sind als Billiggeräte, die nach Ablauf der Garantiezeit kaputt gehen und zum Entsorgen sind.

Auch unser Haus haben wir lieber klein und ökologisch, anstatt groß, prunkvoll und konventionell gebaut und dafür lieber in umweltfreundliche Energien investiert (Sonnenkollektoren für Warmwasser, Holzpelletheizung, besonders gute Wärmedämmung aus Hanf).

Den Garten haben wir anstatt mit Tuja und englischem Rasen mit vielfältigen Pflanzen angelegt, welche die Artenvielfalt (Insekten, Vögel, Schmetterlinge etc.) unterstützen.

Dafür verzichten wir auf überflüssigen Luxus (teure Autos, Ausgehen, Fernreisen etc.).

Dass wir die finanziellen Möglichkeiten dazu haben, ist ein ganz großes Geschenk. Dafür ist uns unsere Verantwortung für die Welt der Zukunft umso mehr bewusst.

Herzlichst

Martin
14 Mai 2010 17:34 #9749 von KeepOnSmiling
Hallo liebe Community,
lieber Martin, lieber Manfred,

aus dem Wirtschaftssystem weitestgehend auszusteigen ist Möglichkeit, genau wie gezielt auf die Art und Weise am Wirtschaftssystem teilzunehmen, wie ich es für richtig und spirituell stimmig erachte.
Beides kann als gutes, authentisches Beispiel dienen und schwächt das aktuelle, bisherige System.

Mein Weg ist, die Menschen, die mir begegnen darüber zu informieren, wie ich unser Finanz- und Wirtschaftssystem wahrnehme.
Ich spreche darüber, das "wir" Industrienationen nur 15% der Bevölkerung sind, allerdings 60% der Ressourcen, der Energie und des Konsums verbrauchen, und dass unser aktuelles Geldsystem zu fast 90% auf Spekulationen, Finanztransaktionen und Krediten basiert und nur zu 10% durch Realwerte, Produktion oder Wertschöpfung gedeckt ist.

Angenommen, wir wären fest entschlossen, den Entwicklungsländern genau den gleichen Wohlstand zuzugestehen, wie wir ihn derzeit noch haben... Wir würden scheitern.

Es gibt einfach nicht genau Rohstoffe, um "alle Welt" mit dem gleichen Wohlstand auszustatten, wie "wir" Industrienationen ihn für normal halten.
Wir werden nicht drumherum kommen, langfristig auf viel liebgewonnen Wohlstand, an den wir uns teilweise schon seit Geburt gewöhnt haben, zu verzichten.

...eine schmerzliche Erkenntnis: Denn solange wir unseren Wohlstand aufrechterhalten, leben wir langfristig auf Kosten anderer Menschen!

Unser Verständnis von Wohlstand und Vermögen werden wir neu definieren müssen! :huh:

KeepOnSmiling
:) lliKöhl
Folgende Benutzer bedankten sich: Nirvana, Schelm
17 Mai 2010 09:46 #9767 von Manni
KeepOnSmiling schrieb:

..eine schmerzliche Erkenntnis: Denn solange wir unseren Wohlstand aufrechterhalten, leben wir langfristig auf Kosten anderer Menschen!

Unser Verständnis von Wohlstand und Vermögen werden wir neu definieren müssen! :huh:


Ganz genau Olli!

Das hängt davon ab, wie wir Wohlstand überhaupt definieren. Sich alles kaufen zu können, ist für mich nicht gleichbedeutend mit Wohlstand, denn es ist kein Garant dafür, dass ich mich auch damit wohl fühlen werde.

Wir können das auch sehen, wenn Stars und Sternchen unter ihrem vermeintlichen Wohlstand dann doch leiden und immer weiter auf der Suche nach Glück und Zufriedenheit sind. SIe werden es mit Geld und all den wirtschaftlichen Ressourcen nicht finden, solange sie damit noch unzufrieden sind.

Sind wir jedoch zufrieden mit dem was uns beschert ist, dann leben wir im Wohlstand und das muss kein Reichtum an Wirtschaftsgütern sein. Tiere haben den auch nicht und sind sie alle unzufrieden? Ich wage mal zu behaupten, dass sie unter Umständen sogar glücklicher sind als manche Menschen, die sich alles leisten können und das obwohl sie oft viel weniger Möglichkeiten haben an ihrer gegebenen Situation etwas zu ändern.

Das finde ich sehr bemerkenswert
Manfred
17 Mai 2010 18:24 #9771 von Miakoda
Ich habe mir auch mal eine Pelletheizung einbauen lassen wollen obwohl ich in Miete wohne. Aber ich bin davon abgekommen und zwar deswegen. Wenn jedes Haus so eine Heizung hat gibt es bald keinen Wald mehr schon jetzt müssen Bäume gefällt werden um den Bedarf zu decken. In Russland haben sich schon Firmen angesiedelt und warten nur darauf loszulegen. Dann wird Kokusfett zum trocknen der Späne benutzt, dadruch geht in Malaysia die Natur und die Menschen kaputt. Ich weis nicht was und wie man richtig heizt! Irgendwie hat zur Zeit alles einen Hacken in dieser Sache.

Lieben Gruß Miakoda
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