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Das "liebe" Geld... Spirituelle Ökonomie

19 Feb 2010 19:54 - 19 Feb 2010 20:00 #8953 von Martin
Lieber Manfred,

hier nun mein Beitrag in kommentierter Form ;) . Ich nehme an, er war etwas verwirrend, weil ich darin sowohl auf die ursprüngliche Fragestellung des Themas von Olli eingegangen bin, als auch auf die gegenwärtigen Probleme mit dem Gleichgewicht von Geben und Nehmen, die Du angesprochen hattest.

Martin schrieb:

...vor ein paar Jahren bin ich auf die wunderbaren Bücher über Lemuria von Dietrich von Oppeln - Bronikowski gestossen ...
Geld war da natürlich nicht nötig, denn jeder wusste, dass er sowohl von Mutter Erde, als auch von seinen Mitmenschen alles bekam, was er brauchte. ...

In diesem ersten Teil meiner Antwort war ich auf das ursprüngliche Thema von Olli eingegangen. Lemuria war für mich ein Beispiel, wie das auch in der Zukunft (wieder) aussehen könnte. Im Gegensatz zur Vision, die James Redfield in der 9. Prophezeiung beschrieb, glaube ich persönlich nicht an die "technische Lösung" der Gesellschaftsprobleme, sondern an eine Lösung, die vom vollkommenen Bewusstsein der EINHEIT ausgeht. Geld ist hier nicht nötig, denn jeder übernimmt genau die Aufgabe,für die er sich berufen fühlt, die er liebt. Alle fügen ihre Berufungen zusammen - für die ganze Gemeinschaft - und voila: Es funktioniert ohne Handel, Tauschmittel, Gier...

Nun schlage ich nochmals eine Brücke zur Vergangenheit der indigenen Völker, die für ihre "Ältesten", "Weisen" eine andere Wertigkeit hatten und diese mit allem nötigen versorgten, um auf die heutige westliche Gesellschaft zu kommen:

Im Übrigen wurden in früheren Kulturen, insbesondere in den nicht-westlich-orientierten die spirituellen Meister schon immer von der Dorfgemeinschaft mit allem versorgt, was sie zum Leben brauchen.

Heute machen wir dies mit unseren Bürgermeistern und Politikern - wobei man wohl eher sagen muss: Sie holen sich selbst, was sie für "angemessen" halten. Da das Bewusstsein des EINS-SEINS leider in unseren Kulturen verloren gegangen ist, ist auch das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen oft in Schieflage geraten.

Die heutige Form des Wertetauschs (Geld) bringt mich dann zu den Problemen, die Du uns in Deinen Erfahrungen mit Geld geschildert hast:

Hier hilft nur, sich mit seinem Bewusstsein aus dem Kollektiv "auszuklinken" und ein neues Vertrauen auf die Universelle Gerechtigkeit zu entwickeln, denn auch mit unserem tagtäglichen Ent-Täuschungs-Frust erzeugen wir eine Realität für uns. ...

Zunächst müssen wir uns darüber klar sein, dass wir auch vom kollektiven "Glauben" über die Funktionsweise des Geldes beeinflusst werden. ("Geld ist schlecht", "Geld haben nur die anderen", "Geld bekommt man nur durch Betrug..."). Von diesen Glaubenssätzen müssen wir uns befreien, um uns dann noch von unseren persönlichen Geld-begrenzenden Glaubenseinstellungen befreien zu können.

Zusammengefasst geht es bei diesen Geld-begrenzenden Glaubenseinstellungen zum einen um den Wert, den Du Deinem TUN und damit auch Dir selbst gibst, insbesondere auch darum, ob Dein Selbstwert durch das Urteil der anderen gebildet wird, oder durch Dein eigenes Wissen um Deinen Wert.

Zum zweiten geht es darum, ob Du auch den anderen einen entsprechend hohen Wert gibst. Tust Du das nicht, sagst Du damit indirekt aus, dass sie entweder Deinen Wert nicht schätzen, oder aufgrund ihres niedrigen Wertes selbst nicht viel VERDIENEN und damit Dich auch nicht angemessen "entlohnen" können. Sie sind allerdings auch die Spiegel für Deinen Glauben über Dich selbst, und somit ein Hinweis auf das, was Du über Dich selbst denkst.

Dies sind eigentlich die beiden wichtigsten möglichen Gründe dafür, dass Geld nicht in beide Richtungen fliesst.

Ein weiterer wichtiger Grund wäre die Einstellung dem Geld als solchem gegenüber, wie sie häufig z.B. durch eine strenge christliche Erziehung entsteht: "Geld ist schlecht und schmutzig. Ein Reicher kann nicht in den Himmel kommen. Geben ist seeliger denn nehmen..." Dies sind eigentlich klassische Fehlinterpretationen der Bibel, denn die Bibel stellt Deinen Wert nicht unter den Wert des anderen, sondern auf die gleiche Ebene ("Liebe Deinen Nächsten, wie auch (!) Dich selbst"). Hierin liegt auch der wahre Schlüssel, dass Du Deine eigenen Bedürfnisse nicht vernachlässigen darfst, denn Du kannst nur dann helfen, wenn Du dazu (noch) in der Lage bist.

Du kannst mal in Dich hineinfühlen, ob Du Dich in diesen Ausführungen irgendwie wieder findest. Die Geldproblematik, die Du geschildert hast, ist mir selbst bestens vertraut, denn auch ich hatte lange Zeit (christliche Erziehung) erhebliche Probleme mit Geld. Erst heute habe ich die meisten Fallstricke erkannt.

Im letzten Teil meiner Antwort gehe ich nun nochmal zurück zu meiner Vision der Gesellschaft der Zukunft, wobei ich da auch einen (hier aber nicht explizit genannten) Zusammenhang mit dem für die Zeit um 2012 vorausgesagten Bewusstseinssprung sehe:

Spätestens mit der kritischen Masse, in der das Bewusstsein ALLER sich mit einem Sprung ändert und das Bewusstsein des EINS-SEINS wiederhergestellt wird, wird es für den Einzelnen nicht mehr möglich sein, sich auf Kosten anderer zu bereichern, denn er ist sich dann bewusst, dass er sich selbst bestiehlt.

Und dann brauchen wir kein Geld mehr!

Alles Liebe

Martin
Folgende Benutzer bedankten sich: Arafna
19 Feb 2010 22:00 - 19 Feb 2010 22:02 #8955 von Manni
Danke Martin

für deine Ausführungen.

Was das "Geld ist schlecht" angeht, so denke ich darüber inzwischen anders und messen den Wert, den ich mir selbst wert bin bei meiner Arbeit halt in diesem Geld, da eine andere Gegenleistung eben nicht immer angeboten wird.

Gibt es jedoch keine Gegenleistung oder wird dieser Wert gemindert, was sehr häufig der Fall ist, fühle ich mich ausgenutzt und der Wert fällt unter den Tisch.

Mein Kollege hat z. B. einem Kunden Skonto angeboten als Belohnung für schnelle Bezahlung. Doch der hat nicht nur die gewährte Skontofrist verstreichen lassen sondern auch das gesetzte Zahlungsziel der Rechnung. Nach Erhalt der ersten Mahnung hat er dann zwar bezahlt aber das Skonto auch noch abgezogen. Was bitte hat mein Kollege falsch gemacht, dass seine erbrachte Leistung, an der nichts auszusetzen war so gering wertgeschätzt wurde? War seine Erwartungshaltung, die Bezahlung in voller Höhe bis zum Zahlungsziel zu erhalten etwa nicht gerechtfertigt? Oder hätte er aus Liebe zum Kunden auf Bezahlung ganz verzichten sollen?

Wer bezahlt dann unsere Rechnungen?
Manfred
20 Feb 2010 10:04 #8958 von Nirvana
Hallo,

die Ausführungen von Martin sind sehr konkret. Ich finde den Ansatzpunkt, dass es um das "Gefühl der Einheit" geht, dass es darum geht das "Bewußtsein in Sachen Geld" weiterzuentwickeln, sehr gut!

Und ich stelle folgende Frage:
"Werden wir wirklich irgenwann gar kein Geld mehr brauchen?"

Ich denke: Geld gab es schon immer und wird es auch immer geben!

Ob es nun besondere Edelsteine oder Edelmetalle waren, ob nun in der Steinzeit mit Werkzeugen (z.B. Feuersteinen oder dem Feuer selbst) bezahlt wurde, ob Naturvölker mit besonderem Feder- oder Fellschmuck bezahlen oder in der Tierwelt bei den Löwen, das Damenrudel, dass eine Antilope erlegt hat, den Pascha für seine Beschützerdienste damit bezahlt, dass er als erstes fressen darf...

Früher gab es auch Zeiten ohne "Geld", dann wurde eben in Zigaretten oder anderen Naturalien bezahlt.

Geld ist eine Illusion... Eine Tauscheinheit, sonst nichts. Früher haben die Menschen um Höhlen und Jagdgebiete gekämpft, später um Siedlungsland, dann um Edelsteine/Edelmetalle und dann irgendwann auch mal um Geld... Das ist alles das gleiche, oder?

Und schon komme ich zurück zu Martins Beispiel bzw. Aussage, dass es doch um die Einstellung dazu (zum Geld) geht. In vielen Zukunftvisionen und -romanen wird das Geld oder die Währung durch sogenannte "Credits" ersetzt.

Letztendlich auch nur eine andere Form von Währung gefällt mir der Name sehr gut: "Credits" vom lateinischen credere, also "Glauben", "Vertrauen" oder auch "Zutrauen".

Und beim letzten Wort bin ich dann bei Manfred angelangt:
Ich arbeite fast nur noch gegen Vorkasse (bei Neukunden) und bei Menschen, an die ich glaube, gerne auch gegen Rechnung.
Anzahlungen können auch eine Hilfe sein.

Wobei ich daran arbeite, bald jedem Menschen so vertrauen und seinen Zahlungswillen zutrauen kann, dass ich nur noch "auf guten Glauben" arbeite, dass die Gegenleistung pünktlich zur rechten Zeit bei mir ankommt...

Liebe Grüße
Dirk Nirvana
Folgende Benutzer bedankten sich: KeepOnSmiling
20 Feb 2010 11:45 #8960 von KeepOnSmiling
Liebe Community,

ich freue mich über die zahlreichen Rückmeldungen in der kurzen Zeit. Eine bunte Vielfalt an Meinungen und Ideen.

Gerade den Ansatz von Martin möchte ich aufgreifen.
Genau wie Dirk auch, bin ich überzeugt, dass es immer eine Art "Währung" geben wird. Den "reinen Tauschhandel" hat es in der Welt nur eine vergleichsweise kurze Zeit gegeben. Die "Idee" Geld ist einfach sinnvoll, wie ich glaube.

Also gilt es doch, die Einstellung - also unser Bewußtsein zu Geld weiter zu entwickeln.
Ich zum Beispiel, freue mich zwar, wenn ich für meine Finanz-Dienstleistung auch be-lohnt werde, sei es nun durch ein Honorar oder den Abschluss eines Vertrages, allerdings erwarte ich das nicht mehr. Ich freue mich über meine Dienst-Leistung, die meinem Kunden zu-teil werden lasse...
Die Freude an der Arbeit ist mein "erster" Lohn!
Auch wenn manch einer meine Dienstleistung gerne annimmt, ohne etwas dafür zu geben, haben viele Menschen das Bedürfnis, mir etwas dafür zu geben. Sei es nun ein Buchgutschein, eine kostenlos Dienstleistung (Taxi-Gutschein, Einladung zum Essen, Massage oder die Reparatur meines Motorrades), eine Weiterempfehlung...
Diese "Naturalien", diese Tauschgeschäfte sind mein "zweiter" Lohn!

Und zu guter letzt werden manche auch Kunde - die einen früher, die anderen später und dann erhalte ich auch eine Geld-Gegenleistung.
Das "Geld" ist dann also schon mein "dritter" Lohn!

Und damit hört es dann noch nicht auf...
Zu guter letzt erhalte ich den größten Lohn: Die Freude, das Wohlergehen und die Dankbarkeit meiner Mitmenschen...
Und das ist dann mein "größter" Lohn!

Lieber Manfred,

ich entnehme Deine letzten Beiträgen über das Thema Geld und auch im Beitrag "Einfluß von Sex auf die spirituelle Entwicklung", dass Du sehr enttäuscht bist über die Einstellung vieler Menschen, Deine Leistungen zu entlohnen. Du fühlst Dich ausgenutzt und mißbraucht.

Ich kenne das Gefühl und ich habe den Eindruck, dass wir zusammen mit Martin früheren Erfahrungen wir da schon zu Dritt sind... ;-)

Das schöne, dass ich bei meiner aktuellen Einstellung zum Geld, meinem (Selbst-)Bewußtsein empfinde ist, dass mir mein "erster" und mein "größter" Lohn durch nichts und niemanden zu nehmen sind. Das sind zwei Löhne, die in mir selbst entstehen. Meinen "ersten" Lohn entwickele ich selbst, er wächst in mir selbst.
Meinen "größten" Lohn entdecke ich immer wieder aufs neue... Gerade auch bei den Menschen, die mich gar nicht oder erst nach sehr, sehr langer Zeit ent-lohnen.

Dankbar sind alle Menschen, auch wenn sie es selten zeigen!

KeepOnSmiling
:) lliKöhl
Folgende Benutzer bedankten sich: Nirvana, Schelm
20 Feb 2010 11:47 #8961 von KeepOnSmiling
Ach ja, liebe Community,

mich interessiert, wie Ihr Eure eigene Einstellung zu Geld in der letzten Zeit entwickelt oder verändert habt...
Ich bin neugierig, wie "unsere" kritische Masse aussieht :woohoo:

KeepOnSmiling
:) lliKöhl
Folgende Benutzer bedankten sich: Nirvana, Schelm
20 Feb 2010 12:03 #8962 von Martin
Lieber Manfred,

wie Olli sehr schön geschrieben hat:

...
Die Freude an der Arbeit ist mein "erster" Lohn!...

In Deiner Antwort lese ich etwas anderes, nämlich:

und messe den Wert, den ich mir selbst wert bin bei meiner Arbeit halt in diesem Geld

Und das ist genau Dein Problem: Du gibst Dir Deinen Wert nicht selbst, sondern machst ihn von dem Urteil der anderen (in Form des Geldes, das zu Dir kommt) abhängig.

Olli hat es ganz richtig bemerkt: Wir sind hier, um das zu tun, was uns Freude macht (Berufung!). Wir sind dann glücklich, wenn unsere Arbeit mit unserer Berufung übereinstimmt, denn dann erhalten wir bereits alleine durch das TUN an sich Belohung/Energie durch die Freude, die uns dieses Tun bereitet.

Diese Freude geht auf den Kunden über (er spürt dies ganz deutlich), und er gibt dann auch besonders gerne zurück.

Wenn Du Deine Arbeit mit dieser Freude ausführst, dann weißt Du auch tief in Deinem Inneren, dass Du sie auf die bestmögliche Weise ausführst und dass sie einen entsprechend hohen Wert hat.

Machst Du Deine Arbeit ohne Freude, bloß um Geld zu bekommen, dann merken Deine Kunden, dass Du ihnen die Leistung nicht gerne gibst, und so geben sie auch nicht gerne ihr Geld dafür.

Zuerst muss also die Freude, und damit das Bewusstsein des Wertes fest in Dir verankert sein. Ist das so, dann kannst Du den kleinen Anteil der notorischen Schnäppchenjäger und Geizhälse gut verkraften, denn der wird durch die "guten Kunden" dann mehr als wettgemacht.

Die "Geizhälse" lockst Du allerdings auch nur dann durch Deine eigene Energie an, wenn Du mit Deiner Leistung geizt oder permanent glaubst, dass Du nicht genug bekommst (!).

So wissen wir auch, dass die Firmen, die ihre Profite nur auf Kosten der Mitarbeiter und der Umwelt machen sich langfristig selbst zerstören werden.

Lieber Manfred,

solltest Du in Deinem Beruf unglücklich sein, ihn als das Gegenteil Deiner wahren Berufung empfinden, dann solltest Du versuchen herauszufinden, welches Deine wirkliche und wahre Berufung ist und den Beruf langfristig wechseln.

Solltest Du Deine derzeitige Tätigkeit mögen, dann fange an, sie zu lieben!!! Spüre die Freude in dem, was Du tust und frage nicht, was der Lohn ist. Dann ist Dir der Lohn gweiss!

Alles Liebe

Martin
Moderatoren: Martin