Lieber Gast. Du befindest dich im alten Forum der Celestine Community. Ein Teil des Forums ist öffentlich. Mitglieder, die sich bis 2016 registriert haben, können sich weiterhin einloggen und den Mitgliederbereich betreten.

Unsere neue Community ist nun online. Wir laden dich herzlich ein, dich mit uns auf unserem Campus zu vernetzen.

Zur neuen Community

×

Hinweis

Das Forum ist schreibgeschützt.

× 10. Erkenntnis - Die Vision halten:
Die Entwicklung des Menschen zum "Himmelswanderer" durch bedingungslose Liebe zu allen Menschen, um freiwillig in diese niedrigschwingende Realität zurückzukehren, und anderen Menschen Zeugnis und Hilfe auf ihrem Weg, der Entwicklung zum "Himmelswanderer", zu geben.

Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen

15 Sep 2009 20:57 - 15 Sep 2009 21:40 #6047 von Yvonne
Am 24.09.2009 ist es soweit!

Die Vorpremiere findet auch in einigen Kinos am 20.09.2009 um 11 Uhr in einer Matinee-Vorstellung statt.


Bereits als Achtjährige wurde Hildegard in ein Kloster gesteckt und konnte dort ihre Begabungen in der Musik, Literatur und Kräuterkunde ausbauen und unter Beweis stellen. Vor allem war sie aber unbequem und stellte das herrschende klerikale System in Frage. Dass dies nicht auf Zuspruch der Mächtigen stieß, lag auf der Hand. Allerdings hatte sie auch immer wieder Förderer, die ihren eigenwilligen und innovativen Gedanken Glauben schenkten und dadurch halfen, dass auch achthundert Jahre nach ihrem Tod uns ihr Name noch geläufig ist.

Ihr selbstbewusstes und charismatisches Auftreten führte zu ihrer großen Bekanntheit. Sie predigte als erste Nonne öffentlich dem Volk die Umkehr zu Gott (u. a. auf Predigtreisen nach Mainz, Würzburg, Bamberg, Trier, Metz, Bonn und Köln). Kaiser Barbarossa rief sie als Beraterin in seine Pfalz Ingelheim. Auch im hohen Alter unternahm sie noch Reisen zu verschiedenen Klöstern.

Wegen ihres Glaubens und ihrer Lebensart wurde sie für viele Menschen zur Wegweiserin. Schon zu ihren Lebzeiten nannten viele sie eine Heilige. Hildegard begründete diese Auffassung, indem sie sich für ihre theologischen und philosophischen Aussagen immer wieder auf Visionen berief. Damit sicherte sie ihre Lehren gegen die Lehrmeinung ab, dass Frauen aus eigener Kraft nicht zu theologischen Kenntnissen in der Lage seien. Sie selbst bezeichnete sich als „ungebildet“. Unter anderem griff sie auf der Seite des Papstes in die theologische Auseinandersetzung um die Wandlung des Altarsakraments ein.

Ihre moralische Lehre faszinierte zu ihrer Zeit nicht nur die Nonnen, sondern auch Mönche, Adlige und Laien. Mit starkem Selbstbewusstsein setzte sie ihre Interessen gegen andere durch, sowohl aus Überzeugung als auch zur Durchsetzung politischer Ziele (z. B. bei der Bestattung eines begüterten Exkommunizierten oder dem Abstreiten der Besitzrechte des Disibodenberges).

Vor allem sind es die drei theologischen Werke, die ihren damaligen Ruhm begründeten. Ihr Hauptwerk Scivias („Wisse die Wege“) ist eine Glaubenslehre, in der Weltbild und Menschenbild untrennbar mit dem Gottesbild verwoben sind. Die philosophisch-theologische Gesamtschau, die in allen wesentlichen Punkten der damaligen offiziellen Kirchenlehre entspricht, wird in 26 Visionen dargestellt. Das zweite Visionswerk Liber Vitae Meritorum („Buch der Lebensverdienste“) könnte man als visionäre Ethik beschreiben. In ihm werden 35 Laster und Tugenden gegenübergestellt. Das dritte Buch Liber Divinorum Operum ist Hildegards Schau über Welt und Mensch. Sie beschreibt hier die Schöpfungsordnung gemäß der mittelalterlichen Mikrokosmos-Makrokosmos-Vorstellung als etwas, in dem Leib und Seele, Welt und Kirche, Natur und Gnade in die Verantwortung des Menschen gestellt sind. Damit schuf sie auch eine frühe Form des Homo signorum.

Ebenfalls zum theologischen Gesamtwerk zu zählen ist ihre umfangreiche Korrespondenz mit hohen geistlichen und weltlichen Würdenträgern (darunter auch Bernhard von Clairvaux), die in ca. 300 Schriftstücken erhalten geblieben ist. Darin zeigt sie ihren außergewöhnlich starken Charakter und Gottesglauben. Für ihre Zeit wirken ihre offenen Worte und Ermahnungen, die sie gegenüber König und Papst führte, besonders bemerkenswert. Ihre Herkunft sowie die Besetzung höchster Kirchenämter durch Verwandte (u. a. ihr Bruder Hugo als Domkantor von Mainz) verschafften ihr den nötigen Einfluss, um angehört zu werden.


www.vision-derfilm.de

Eine Reflexion mit Euch über den Film, und wie Hildegard von Bingen die Celestine-Prophezeiungen umgesetzt hat, würde mich freuen.

Energiereiche Grüße
Yvonne
18 Sep 2009 10:25 #6063 von Elefine
Hallo zusammen,

Hallo Yvonne,

ich werde mir den Film in nächster Zeit anschauen. Bin schon sooooo gespannt und freue mich sehr, daß auch mal wieder ein Film mit Tiefgang in die Kinos kommt.

Liabs Grüßle

Antje
18 Sep 2009 18:30 #6068 von Yvonne
Liebe Antje,

das freut mich sehr :)

Ich bin schon recht gespannt wie der Film die wichtigsten Stationen der Hildegard von Bingen darstellt. Insbesondere weil die Dreharbeiten in meiner direkten Nachbarschaft stattgefunden haben.

Liebe Herzensgrüße
Yvonne
19 Okt 2009 10:28 #6315 von Elefine
Hallo zusammen,

Hallo Yvonne,

am vergangenen Samstag war ich endlich drin. Meine Intuition hat mich ja lange genug auf diese Frau aufmerksam gemacht.

Meine Erwartung war, daß mich der Film in irgendeiner Weise weiterbringt. Irgendeine Idee in welcher Richtung ich mich mal umschauen könnte.
Nun ist es eher so, daß ich einige Parallelen zu meinem Leben entdeckt habe. Vor allem ihre Liebe zu ihrer (wie ich es nenne) "Tochter im Geiste" Richardis, hat mich sehr bewegt. Eine sehr liebe Bekannte von mir ist mir auch wie eine Mutter, Schwester, Lehrerin... ans Herz gewachsen. Dies als "normal" anzusehen und mehr auf mein Herz als auf meinen Verstand zu hören ist wohl die Aufgabe, die nun (für mich) ansteht.

Meine Freundin, die dabei war, dachte, da ginge es mehr über die Heiler-Tätigkeit von Hildegard. Die wird eher beiläufig gezeigt. Es geht mehr darum, was für eine Persönlichkeit sie war und ihre Beziehungen. Das hätte wohl ziemlich den Rahmen gesprengt, wenn da alles über dieses "Universal-Genie" gezeigt worden wäre.

Was ich gar nicht wusste, war, daß sie sehr oft krank war. Da hat es sie ganz schön gebeutelt (ich vermute Migräneanfälle und Depressionen).

Auf jeden Fall sehenswert der Film.

Liabs Grüßle

Antje
19 Okt 2009 21:35 #6316 von Yvonne
Liebe Antje,

das klingt ja hochspannend und ich bin froh, dass du mich vorweg informiert hast. Denn auch ich war der Meinung, dass es mehr um ihre heilerischen Fähigkeiten geht.

Bislang habe ich noch nicht die Zeit gefunden ins Kino zu gehen. Er läuft jedoch noch im Ingelheimer Kino. Falls ich es nicht schaffe, werde ich mir auf jeden Fall die DVD dazu ausleihen.

Sei herzlich gegrüßt und nochmals dankeschön für dein tolles Feedback

Yvonne
Moderatoren: Martin