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Berufung

08 Jan 2012 10:12 #16466 von nanabosho
Bei so einem Thema reizt es mich nun doch, einiges dazu zu geben.
Das Wort "Berufung" habe ich lange Zeit mit mir überhaupt nicht in Verbindung gebracht. Maximal "Beruf", denn "Job" wollte ich auch nicht sagen.
Viele Jahre lang hatte ich als Schriftsetzer gearbeitet, durchaus auch gern. Diesen Beruf gibt es schon mindestens zehn Jahre nicht mehr in Deutschland. Aber Abwandlungen davon.
Als ich arbeitslos wurde, trieb es mich jedoch, das zu tun, wovon ich immer geträumt hatte, doch was ich mir unter anderen Umständen auch nie getraut hätte. (Bin ein großer Zweifler.)
Ich verfasste also meinen ersten Roman. Der - obwohl nur digital gedruckt und in kleinen Nachschüben herausgegeben - in der Region schon mal so etwas wie ein Hit wurde. Zu meinem großen Erstaunen, aber auch Rückenwind.
Und so wurde aus dem Roman eine Trilogie, die - weiterhin in der Region - auch ein gewisses Erfolgsniveau hielt. Ich traute aber der Sache trotzdem nicht und nahm jede Menge Nebenjobs an. Wollte aus Hobby schreiben, denn jedermann weiß ja - und so glaubte ich es auch -, dass man vom Schreiben nicht leben kann. Außerdem hatten wir ein Haus und eine hohe Rate Monat für Monat abzustottern, meine Frau bekam nur eine kleine Rente wegen einer Krankheit. Glücklicherweise wurden die Kinder (3) schon allmählich selbstständig.
Was ich oft und immer wieder verlor, waren die Nebenjobs. Die Bücher gingen immer weiter. Obwohl ich danach Sachen schrieb, die meine alten Leser nicht wollten, auf die aber andere Zielgruppen - um sie mal so zu nennen - "abfuhren". Doch ich hatte nicht studiert und daher keine Beziehungen und kam, da es auch finanziell klemmte, nicht sonderlich weit. Konnte auch keine Werbewalze fahren. Verlage nehmen einen ja nicht, die lesen die Manuskripte nicht, habe da so auch meine Erfahrungen machen müssen.
Ich verlor auf diesem Weg alles, was ich hatte. Wollte das Schreiben immer wieder "hinschmeißen" und jedes Mal, wenn ich an diese Stelle kam, geschah etwas, das mich zum Weitermachen veranlasste. So k o n n t e ich am Ende nicht aufhören. Hatte auch immer wieder Ideen und glaubte, mich zu verbessern.
Als ich dachte, alles sei zu Ende, Haus dahin war, Frau dahin war, jedwedes Vermögen rotzahlig war, kam eine Person in mein Leben, die mir zu einem neuen Anfang verhalf. Noch nicht als Explosion, jedoch als solide wachsende Sache. Eigentlich wollte ich nicht mehr, doch sie heizte mich dermaßen an und war so begeistert, dass ich irgendwie musste. Und sogar im Rückschau auf meine Kindheit einen roten Faden erkannte.
Nun gewinne ich Stück für Stück richtig begeisterte Leser und muss mir wohl sagen, dass ich meine Berufung gefunden habe. Denn, was ich tue, begeistert mich und ich betreibe es mit Leidenschaft. Aber ich musste mich dabei meinen größten Ängsten und Selbstzweifeln stellen, und wäre mein altes Leben nicht völlig zusammengebrochen, hätte ich es niemals mit Konsequenz getan. Noch ist nicht alles bewältigt, aber ich staune inzwischen, wieviel Erfüllung ich empfinden kann, ohne zu wissen, wie es weitergeht...
Nichts möchte ich mehr rückgängig machen und nichts muss mich mehr zwingen, dran zu bleiben. Jetzt geht es von allein.
Berufung ist also... zweischneidig!

Herzliche Grüße,
nanabosho
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08 Jan 2012 17:07 - 08 Jan 2012 17:10 #16475 von Martin
Lieber Martl,

vielleicht ist die Schwierigkeit, dass Du Deine Potenziale mit Deiner Berufung verwechselst?
Ich will das einfach an meinem eigenen Beispiel erläutern:

Meine ursprüngliche Berufsausbildung war ein Ingenieursstudium, welches zu meiner auch heute noch bestehenden Anstellung als Wissenschaftler in einem Forschungsinstitut wurde. Die Wissenschaft hat mich schon immer fasziniert.

War es Berufung? Nein. Es war nur eines meiner Potenziale, und zwar eines, was mir auch heute in meiner spirituellen Arbeit und der Seminararbeit äußerst wertvolle Dienste leistet. Denn es hilft mir zum einen zum strukturierten Arbeiten, zum anderen hilft es mir, Argumente für die "Spektiker" zu haben, die sich erst einmal mit Spiritualität schwer tun.

Mein Vater sowie zwei Großväter und ein Urgroßvater waren Pfarrer. Dies führte mich zu meiner Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben. Auch die Seelsorge faszinierte mich, aber ich wollte es nicht in der traditionellen Form tun (obgleich mein Vater es sich gewünscht hätte), denn diese war für mich nicht stimmig.

War dies meine Berufung? Nein. Es war nur ein weiteres Puzzlestückchen, ein weiteres Potenzial, denn meine Auseinandersetzung mit der Kirche führte mich zu der Form von Spiritualität, mit der ich heute arbeite und vielen Menschen seelsorgerisch beiseite stehe.

Ich habe eine Begabung, Grafiken zu gestalten, Texte zu schreiben, Flyer, Plakate zu entwerfen und wunderschöne ansprechende Webseiten zu machen. Dies macht mir viel Spaß.

Ist dies meine Berufung? Nein. Auch dies ist einfach ein Potenzial von mir, welches ich sowohl in meiner Arbeit im Forschungsinstitut gebraucht habe, als auch heute nutze, um Webseiten und Flyer für andere zu gestalten, als auch für meine spirituelle Arbeit nutze. Auch dies ist ein Puzzlestück, welches ich für meine wahre Berufung, die spirituelle Arbeit brauche.

So könnte ich noch Vieles anführen. Tatsächlich habe ich unendlich viele Potenziale und Begabungen, und alle machen mir sehr viel Freude - und täglich erkenne ich weitere Potenziale. Doch keines für sich IST meine Berufung, sondern alle diese Potenziale FÜHREN zu meiner Berufung, sind Puzzle-Stücke, die immer mehr ein Gesamtbild ergeben. DAS ist meine Berufung!

Wir sind hier in der physischen Welt, um unsere Talente ERFAHREN zu können. Das heißt, es geht einfach nur um die Freude im TUN, um die gelebte Kreativität. Es muss nicht zwingend einem bestimmten Zweck dienen, darf es aber natürlich. Der Schlüssel liegt in der Freiheit, mit der wir TUN, was wir TUN und im TUN Erfüllung erleben, weil das Ausleben unserer Potenziale die Erfahrung unseres wirklichen SEINS ist.

Also, genieße Deine Potenziale und sei einfach offen, wohin sie Dich führen. Das Bild wird immer klarer werden, solange Du die Freude im TUN nicht verlierst. Folge einfach der Stimme Deines Herzens, und dann bist Du IN Deiner Lebensvision, in Deiner Berufung.

Herzlichst

Martin
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08 Jan 2012 18:04 #16477 von Martl
Danke Martin,

ich seh das schon auch so.

Es ist lustig, als kleines Kind wollte ich auch Pfarrer werden.

Und auch heute erachte ich es als meine Berufung, den Menschenseelen Antworten auf ihre tiefsten Fragen zu geben. Eine Spiritualität vorzuleben, die voller Lebensfreude ist. Bedingungslose Liebe - so weit ich selbst schon so weit bin - in die Welt zu tragen.

Meine Potentiale beschreiben die Form, wie ich das machen will. Momentan: Meine musikalische, theatralische, plastisch formende und schreibende Ader. Für dieses eine nächste Projekt eben. Ein Bühnenstück, sowohl voll urbayrischer überschäumender Lebensfreude, als auch emotionalem Tiefgang, spiritueller Wahrheit und berührender Liebe.

Und ich bin mir ganz sicher, dass ich irgendwann einen einfacheren, direkteren Zugang zu den Menschen finde. Das meinte ich mit "weit weg von meiner wahren Berufung". :)

Früher wollte ich immer den direkten Schritt zum Ziel, erst spät hab ich begriffen, dass der Weg zu weit für solch einen Schritt ist.

Doch hat mir Deine Sortierung der Begriffe schon geholfen, das Was und Wie zu unterscheiden. Danke :cheer:

Alles Liebe,

Martl
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08 Jan 2012 21:32 #16480 von Sillisunshine
Hallo Zusammen

Heißt Fähigkeit auch gleichzeitig Berufung? Wenn ich dies verkoppln kann, so ist das ein sehr großes Geschenk, dennoch ist es oftmals nicht möglich.
Wie erkennen ich meine Chancen in dieser festgelegten Welt? Was tun wenn ich aus starren Mustern nicht rauskomme?
Dein Wille geschehe heißt es! Mit anderen Worten muss ich mir vorher darüber klar sein was ich will, wenn ich es nicht weiß, so kann ich direkt in die Irre drauf zu steuern und mich verlieren?!
Heißt das Zauberwort, probiere Dich aus? Stelle fest was Dir liegt?

Namaste Om
08 Jan 2012 23:26 #16483 von Martl
Grüß Dich Sonnenschein,

das Zauberwort heißt wohl eher: "Was liegt mir am Herzen, was will ich dieser Welt geben?"

Unsere Talente, die wir wie Du richtig bemerkt hast erforschen müssen, und die sich uns auch durch unsere Interessen bemerkbar machen, geben uns dann Aufschluss darüber wie wir unser Geschenk in die Welt tragen.

Eigentlich müssten wir uns über sowas überhaupt keine Gedanken machen, wenn wir stets in der Wahrnehmung Hier und Jetzt, ganz urteilsfrei leben würden. Leider hören wir auf Lob und Tadel, und machen uns so eine Vorstellung davon, wie wir zu sein hätten. Doch in dem wir uns wieder auf unser Herz konzentrieren, und uns der LIEBE öffnen und sie frei strömen lassen, stellen wir die Verbindung wieder her. Und dies ist glaube ich, die Hauptberufung, die wir alle haben. Bei den Einen kommt das über Nacht, und andere - wie ich - öffnen sich Schritt für Schritt.

Grundsätzlich ist wohl der Punkt an dem wir Jetzt stehen, der Ideale Ausgangspunkt.

Ich wünsch Dir viel Freude bei Deiner Entfaltung.

Alles Liebe,

Martl
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09 Jan 2012 01:24 #16484 von Birgit Janzen
Vielen Dank - ihr Lieben- für die wunderen Beiträge- in den ich mich oft wiederfinde :)
Als ich mit 10 anfing Gedichte zu schreiben sah ich es noch nicht als Berufung an-
ging später ins Büro- kann immer noch nicht mit 10 Fingern blind schreiben*schmunzel*
schrieb weiterhin ab und an mal Gedichte zu besonderen Anläßen- auch als Trosttexte usw.
und wurde später ermuntert mehr aus meinem Talent zu machen.
Erst da zeigte ich wieder mehr Interesse ans schreiben- erkannte meine Muster- meine Glaubenssätze-
erkannte die "Zweiflersätze" als das was auch ihr hier schon beschrieben habt-
Zerwürfnis mit der Kirche- trotzdem wurde ich in meiner "dunkelsten Zeit- liebevoll geleitet-
begleitet- schrieb neue Texte- Dialoge mit der Liebe- (ich traute mich immer noch nicht GOTT zu schreiben" erhielt Kraft am Grabe meine Mannes- woher? Gott kannte ich ja nicht-
fühlte mich "berufen" meine Mädels allein großzuziehen- und ich wurde "erzogen- Hingezogen"
zur einer Intuition -der ich immer mehr vertrauen lernte- die in mir wuchs-
fing an Theater zu spielen-mich vor vielen Leuten zu RE-präsentieren-obwohl ich eher Schüchtern und mich minderwertig fühlte-
ich erholte( was ich erst später begriff- wurde kreativ-schöpferisch) mich in der GArtenarbeit-(einer musste es ja machen ;)die mich von Mutterplichten entspannte-
entdeckte die Liebe zur Natur- und es ging ständig weiter-

ja- wir leben viele Potenzieale- danke Martin---gwollt - oder auch manchmal in traurigen Zeiten einfach als verantwortlich fühlend- Familie- Tieren- Beruf usw.gegenüber-
ich wünschte mir immr aus meiner Berufung ein Beruf zu machen- doch manchmal war anderes halt vorrangig- Kinder- Geld verdienen- all das wass ihr schon geschrieben habt-
trotzdem wurde ich weiter hin "be(ge)RUFen- meine SchreibWEISE veränderte sich-
ich erläutere neue BeTONung in den Worten- kann verMITTEln- Heilungen unterstützen-
Lehrer - Pfarrer- Ärzte- Personen von denen meine Eltern mir rüberbrachten das sie Respecktvoller an zu sehen waren als wir "arbeiterkinder"(Angst ? in mir erzeugten)
Polizisten- heute passe ich gut auf mich selbst auf durch SELBST-Vertrauen-
ja - all das habe ich mir ErARbeitet- ( AR=Fläche- begriff neue ZuSAM(m)Enhänge- denn sie zählen zu meinen privaten Freundeskreis- mit denen ich mich GLEICH-gestellt DUze ;)

ich erkannte die wichtige Fläche= AR und Arbeit- ohne Studium - auf der ich zu rechten Zeit aufgetaucht bin um lernen-um zu Lehren- um zu Heilen-

vozu mein HERZ mich Be-GErufen- hat begREIFe ich erst seid einiger Zeit-
darum zählt für mich mein RUF : Jede Zeit- gelebtes Leben und Lieben-
Jetzt !! ist die einzige Berufung die ich habe und wir bekommen alles was wir dafür brauchen-
so bekam ich einen MiniJob- der mir Spass bringt- fliege im März nach Kolumbien-
kann anderen mit Liebevollen SELBST- ERFAHREN Beispiel von mir - ohne Überheblichkeit- vorleben
das meine Lebenswahl !!! meine Berufung ist :) in diesem Sinne alles Liebe Birgit

Lebenslust

Mein Leben das soll mein Hobby sein
Innen und auch Außen fein
So hab ich es mir ausgedacht
Mein Herz dabei in Liebe lacht
Und mein Verstand klingt freudig ein
So soll es bleiben – so soll es sein

Ab heute sind wir Zwei vermählt
Allein zu SEIN hat sehr gequält
Zusammen können wir viel mehr machen
All die schönen freudvollen Sachen
Musizieren - visualisieren
realistisch ausprobieren

Oh welche ein Lust jetzt zu Leben
uns zu beglücken anzustreben
ein Fest das sich in uns gebiert
mal sehen was uns zusammen passiert
ein Hobby will gepflegt stets sein
drum gehen wir die Verbindungen ein

Berufung die in Spaß sich findet
Eine Liebe die sich gerne bindet
Zum loslassen immer wieder bereit
Weil das die Seele vom Kummer befreit
Denn wenn sie sich irgendwann langweilt
Sie doch von einem zum anderen eilt

Gelassen und in Freude zu Sein
Da stellt sich auch Erfüllung ein
Den Wunsch den wollen wir gern erleben
Drum soll es schöne Visionen geben
In dem uns all das Wunderbare einfällt
Das unser Leben zusammenhält

Danke 06.11.2008 Birgit Janzen
Folgende Benutzer bedankten sich: Infinity, Sillisunshine