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Die innere Stimme

23 Nov 2014 18:48 #20240 von Richard179
Na ja, Tolle meint damit eigentlich negative Energien.
07 Dez 2014 09:39 #20257 von DerWegdurchsFeuer
Hallo ihr Lieben,

Ich denke auch wie Richard schreibt, dass im Kern dessen, was wir als innere Stimme beschreiben, Mitgefühl für den anderen da ist und auch von dieser Stimme berücksichtigt wird. Denn ich bin auch felsenfest davon überzeugt, dass wir im Innern alle miteinander verbunden sind und veranlagt sind, uns umeinander zu kümmern. Es geht meiner Ansicht nach der inneren Stimme nicht darum, bei allem was ich tue, zuerst zu denken: "Und was habe ich davon, dir zu helfen?" Das trifft man zwar häufig an, ist aber eher eine Folge unseres Wirtschaftens und schneller Gier. Abstrahiert man von dieser Erfahrung, ist man am Kern der eigenen inneren Stimme dran, dann fragt diese nicht, was nutzt es mir, wenn ich dir helfe, sondern, dann will sie einfach nur helfen, um der/dem anderen willen, damit es ihr/ihm gut geht. Nur dadurch, dass ich mich zum Wohle eines anderen entäußere, komme ich bei mir selber an, das geht immer nur indirekt! Das funktioniert nur so und fördert auch nur in dieser Form das eigene innere Wachstum.

Ich habe Tolle noch nicht gelesen, es liegt noch auf meinem Stapel.
Ganz fasziniert bin ich derzeit von einem Buch, was in diesem Zusammenhang von adaptiven Überlebensstrategien spricht. (Entwicklungstrauma heilen von Laurence Heller/Aline LaPierre)
Also in der Kindheit habe ich bestimmte Bedürfnisse nie erfüllt bekommen, habe damals mangels Alternative eine gewisse Überlebensstrategie entwickelt, die damals notwendig war, heute schädlich ist, an der ich seitdem aber festhalte.
Mit Scham identifizierte Mängelerlebnisse von damals, habe ich im Stolz unbewusst zu positiven Eigenschaften der eigenen Stärke "umgelogen" und merke diese Umkehrung heute nicht mehr.
Beispiel:
Kindheitserfahrung:
"Wenn ich meine Bedürfnisse (als Baby) äußere, werde ich zurückgewiesen und verlassen."
Beeindträchtiger Kernausdruck:
"Ich brauche"
Auf Stolz basierende Gegenidentifizierungen:
"Ich habe keine Bedürfnisse. Ich bin die Seite, die gibt. Andere brauchen mich. Stolz auf die eigene Genügsamkeit"


Diese Strukturen stören bzw. blockieren den frei fließenden Energiefluß und treten als Blockaden, Hemmnissen auf.
Und führen auch viel zu Süchten. Heutzutage ist etwas in Vergessenheit geraten, dass es auch Süchte in bezug auf Prozesse gibt, nicht nur in bezug auf Substanzen.
In der Tat wünsche ich mir manchnmal, dass viele Menschen darauf bezogen etwas selbstreflexiver wären, das würde uns allen gut tun.
Ich glaube allgemein Bea, dass der Selbstschutz bei uns allen schon sehr hochgezogen ist und dass es für jeden Aufgabe wäre,
besser zu durchschauen, wie er/sie selber tickt, wozu sie/er andere Menschen braucht.
Denn ohne es mit bösen Absichten zu beabsichtigen, ziehen wir Energie aus anderen aus eigener Bedürftigkeit und geraten damit in diese Kontrolldramen.
Und es entsteht Leid und Schmerz. Deshalb ist es wichtig unsere Vergangenheit zu überwinden und sich nach der inneren Stimme
zu richten und nicht nach den Überlagerungen aus der Vergangenheit. Deshalb ist es wichtig, sich mit sich selbst beschäftigt zu haben.
Ich glaube im Kern ist die innere Stimme etwas positives, dass uns frei macht.
Im Kern sind auch unsere Bedürfnisse bezogen auf andere Menschen unproblematisch. Wir haben nur alle die Aufgabe uns unseren Verzerrungen zu stellen.
Ich hoffe man versteht mich ;-)

Liebe Grüße
Dirk
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, Richard179, Bea
07 Dez 2014 12:19 #20258 von Richard179
Hallo Dirk, danke wieder mal für deine sehr gut nachvollziehbaren Ausführungen. Diese Vorlagen nehme ich wieder gerne auf.

Das Stichwort Trauma bietet sich geradezu an, um etwas mehr auf EFT einzugehen. EFT ist DIE alternative Methode bei Traumas. Wer sich in Eckhart Tolle vertieft, kann auch für sich ein Glaubenssystem finden, in dem Vergebung und Selbstvergebung selbstverständlich werden und das anerzogene Denken zu Verantwortung/Schuld/Verurteilug verlernt werden kann. Deine Buchempfehlung klingt auch sehr interessant. Es führt wohl durch die Zusammenhänge bei Kindheitstraumas und deckt auf, wie das EGO dabei das Weiterleben ermöglicht, wir aber dann damit oft feststecken. Bestimmt recht umfassend bzgl. der Aspekte, die mit dem Kopf angegangen werden können. Und dies ist wohl nicht zu unterschätzen, da die meisten Menschen nur so "abgeholt" werden können. Nicht zufällig scheint mir der Zusammenhang zur "Inneren Stimme" dabei.

Denn ein Problem lösen können wir nicht wirklich auf der selben Ebene, auf der das Problem besteht, sagte schon Einstein. Besteht das Problem beim Denken ("wie wenig ich doch jemand brauche ..."), können wir es nicht lösen durch Denken. Treten wir heraus aus dem Denken und werden Beobachter des Denkens, dann erscheint auch die Innere Stimme. Und das Bewusstsein ist auf einer anderen Ebene. Hier arbeitet auch EFT.

Ähnliches passiert, wenn wir Eckhart Tolle folgen und uns bewusst werden, dass Ego, Denken und Negativität nicht wir selber sind, sondern Energiemuster, die uns anhaften, ja sogar etwas das es schon vor unserer Geburt gegeben hat. Es sind gleichsam Wesen, die Dynamik entwickeln und uns verfolgen können.

LG Richard
Folgende Benutzer bedankten sich: Bea, DerWegdurchsFeuer
07 Dez 2014 20:04 #20260 von Bea
:) Schön euch zu lesen.... danke

Natürlich versteh ich dich Dirk, ganz besonders gut sogar....

Man sag ich mal, schleppt oft genug so viel Gepäck mit sich, so viel unnötiges Gepäck, das man eigentlich nicht mehr benötigt, diese Altlasten. Jedes Baby oder Kleinkind hat ein Bedürfnis nach Essen, Kleidung, Zuwendung und Liebe. Werden diese Bedürfnisse von den Eltern erfüllt, kann in dem Sinne kein Mangeldenken entstehen, "es" wird von der Wurzel her gestärkt und bekommt somit alles mit, was es zum Leben braucht.

Manche Menschen ziehen auch unbewusst Energie, weil sie es anders nicht kennen. Wie du so schön geschrieben hast, resultieren dann daraus Kummer und Leid. Dann schaltet sich wiederum der "Denker" ein und sagt:"Nee, so nicht".

Die "innere" Stimme fängt dann auch noch an zu plappern und sagt:"doch und ich bin auch noch da"....

So entsteht oft ein Wechselspiel der Gefühle, dabei möchte man für den anderen da sein und kann es oft nicht wirklich, weil man selber für sich sorgen muss. Kein leichtes Spiel, denn ich sehe darin ein Stück weit seinen eigenen freien Willen aufzugeben, seine innere Freiheit aufzugeben, um für den anderen da zu sein.

Wenn ich helfen will, tue ich dies, weil ich es gern mache und fordere im Gegenzug aber nichts ein.

Manchmal ist die Welt so, dass man vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sieht, dabei kann es so einfach sein.

Ich glaube, Richard, im Verzeihen liegt der Anfang, hast es so schön beschrieben, danke...

Ich verzeihe dir, ich verzeihe dir in mir. Es fühlt sich jedenfalls gut an.

Danke euch beiden... :)
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, DerWegdurchsFeuer