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× 11. Erkenntnis - Realität gestalten:
Die 11. Prophezeiung beschäftigt sich mit den "Gebetsfeldern", unseren unbewussten Glaubensvorstellungen und Absichten und zeigt uns, wie wir die Realität erschaffen und gestalten. Sie lehrt uns, wie wir diesen unbewussten Prozess in unser Bewusstsein bringen können und lernen können, uns auf positive Ziele auszurichten.

Wie wir die Liebe in unser und aller Leben tragen.

01 Apr 2009 09:14 #4600 von Martin
Liebe Celestine-Freunde,

was Liebe ist, wird sehr gut in den Prophezeiungen von Celestine in der Szene deutlich, in der sich der Held in der Mission von Pater Sanchez befindet und mit ihm einen Disput über die Bedeutung der Liebe führt.

Wir selbst haben die Liebe als Einhalten von Ethischen Prinzipien und Sich-Für-Andere-Opfern erlernt, wie es Sylvie ja auch so treffend beschrieben hat. D.h. Liebe wird als eine Tätigkeit empfunden (ich liebe jemanden, oder jemand liebt mich).

Tatsächlich ist Liebe keine Tätigkeit, sondern ein Zustand. Ich befinde mich im Zustand der Liebe (zu mir selbst, zu einem anderen Lebewesen, zu einer Pflanze oder zu was auch immer), wenn ich mich vollkommen mit ihm (oder ihr) verbunden, EINS fühle. In diesem Zustand gibt es kein Urteil, kein Vergleichen, nur ein Empfinden von Vollkommenheit, Gottes Vollkommenheit. In diesem Zustand ist man auch völlig EINS mit sich selbst, empfindet seine eigene Göttliche Vollkommenheit (daher auch die Glücksgefühle).

Was heißt das im täglichen Leben?

Es ist die Art, wie wir selber ins Leben gehen (d.h., ob wir versuchen, einfach den Augenblick zu (er-)leben und uns über alles zu freuen, was uns an Schönem begegnet), und die Art, wie wir anderen begegnen. Sind wir einem anderen Menschen gegenüber offen und lassen wir ihn spüren, dass wir ihn einfach akzeptieren, annehmen und verstehen, so fühlt er sich geliebt.

Dabei geht es nicht darum, zu allem JA zu sagen, auch wenn es uns gegen den Strich läuft, sondern zu akzeptieren, dass ein anderer Mensch in seinem Erfahrungskontext eine andere Einstellung haben kann wie wir, und dass wir ihm durch unser Verhalten zu verstehen geben, dass wir seine Einstellung nachvollziehen können. Fühlt er sich verstanden, so ist er offen für andere Ansichten und weiß, dass es ihm freisteht, sich auch mal eine andere Sichtweise auf seine Problematik anzuschauen und dann zu entscheiden, ob er seine Perspektive ändert oder nicht. Und auch dass muss ihm freigestellt bleiben.

Für uns selbst gilt in diesem Fall, dass wir nicht die persönliche Verantwortung für die Entscheidung eines anderen übernehmen müssen. Dann geraten wir auch nicht in einen inneren Konflikt. Solange wir uns selbst treu bleiben - aber in dem Bewusstsein, dass dies unsere eigene Entscheidung ist, die nicht zwangsläufig auch für andere gültig sein muss - können wir glücklich sein, weil wir unseren Weg so frei und ungehindert gehen können. Und wir werden uns dann auch im Zustand der permanenten Liebe befinden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen Tag voller Liebe und Licht!

Euer Martin
01 Apr 2009 12:09 #4601 von BarchiSenior

Dabei geht es nicht darum, zu allem JA zu sagen, auch wenn es uns gegen den Strich läuft, sondern zu akzeptieren, dass ein anderer Mensch in seinem Erfahrungskontext eine andere Einstellung haben kann wie wir, und dass wir ihm durch unser Verhalten zu verstehen geben, dass wir seine Einstellung nachvollziehen können. Fühlt er sich verstanden, so ist er offen für andere Ansichten und weiß, dass es ihm freisteht, sich auch mal eine andere Sichtweise auf seine Problematik anzuschauen und dann zu entscheiden, ob er seine Perspektive ändert oder nicht. Und auch dass muss ihm freigestellt bleiben.


Was ich kann lebe ich, was ich nicht kann, lehre ich.
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01 Apr 2009 14:11 #4609 von hope
Hi Peter,

und was willst Du damit rüberbringen ????

Sylvie
01 Apr 2009 16:34 #4611 von Rita
Hallo Martin Heinz,

Liebe ist unterschütterlich - oder?!
Egal, wieviel Schlechtes einem von manchen Menschen wiederfährt - die Liebe zu den Menschen an sich wird dadurch nicht weniger?!

Ich kenne noch Menschen, die während des zweiten Weltkrieges schlimmes durch andere Menschen erleiden mussten, und trotzdem die Menschen an sich immer noch lieben.
Jesus hat ja nun wirklich keine guten Erfahrungen mit manchen Menschen gemacht - seine Liebe zu ihnen blieb unerschütterlich.

Ist es aber nicht auch sehr schwer, z.B. eine Abhängigkeit von einem Menschen, warum auch immer, von der Liebe zu unterscheiden?

Sind wir Menschen überhaupt dazu in der Lage, die Liebe zu beschreiben?

Liebe und fragende Grüße von
Rita
02 Apr 2009 08:21 #4614 von Manni
Guten Morgen zusamen!

"Sich nicht einmischen, anderen Menschen tun lassen, ihnen freien Raum geben und akzeptieren."

Wird dies in unserer Gesellschaft nicht als Wegschauen und unterlassene Hilfeleistung etc. betrachtet? Ist Liebe das? :blush:

Wie war das bei Jesus? Hat er weggesehen oder sich eingemischt und seine Hilfe angeboten? Oder hat er gewartet, bis er um Hilfe gebeten wurde?

Die Leute sind doch zu ihm gekommen und er hat aus Liebe gehandelt. Er hat in ihnen Hoffnung und Zuversicht geweckt und so konnte die Liebe auch in ihnen gedeihen. Er hat sie meiner Meinung nach nicht durch seine Kraft erlöst sondern sie haben dies letztlich selbst schaffen können. B)

Ist die Liebe insofern etwas, was in jedem Lebewesen vorhanden ist aber nicht von einem zum anderen weitergegeben werden kann? So will sie doch nur erkannt werden, um sich frei entfalten zu können! Es reicht also nicht nur wegzusehen, denn dabei wird sie auch nicht erkannt. Aber es ist schon zu viel, wenn wir uns aktiv einmischen uns aufdrängen etc. Insofern bleibt nur das wachsam sein und zu geben, wenn danach verlangt wird.

In Liebe Manfred
02 Apr 2009 09:19 #4615 von Martin
Lieber Mannfred,

das hast Du sehr schön beschrieben! Jesus hat auch gesagt "Was Ihr getan habt den geringsten meiner Brüder, das habt Ihr mir getan". Was er damit auch zum Ausdruck gebracht hat ist, dass immer dann wenn ich etwas für einen anderen Menschen tue ich das letztendlich für mich selbst tue, denn wir beide sind Aspekte der selben Energie bzw. Instanz (Gott), und auf einer höheren Ebene betrachtet gibt es keine Trennung zwischen uns.
Aus dieser Betrachtung heraus wird klar, warum die selbstlose Liebe aus sich heraus handelt, ohne zu fordern, denn sie ist in den Urkern unserer Seele eingebettet (wir müssen sie nur nochmal wecken). Damit, lieber Mannfred, hast Du es genau getroffen: Liebe ist IN UNS, es ist ein Zustand, den wir erreichen können, aus dem alles andere folgt. Liebe ist keine Tätigkeit, sondern Tätigkeiten folgen aus dem Zustand der Liebe.

Jedoch darf dies nicht dazu führen, dass wir etwas für oder mit einem anderen Menschen machen, weil wir selbst glauben, dass es für ihn so besser ist. Damit meine ich nicht den Instinkt, z.B. ein Kind zu retten, dass über die Strasse läuft und nicht auf die Autos aufpasst, sondern dass wir den Wunsch der Seele des Anderen achten und nichts tun, was nicht in Einklang mit der Seele dieses Menschen geschieht (eine Grundbedingung für die Arbeit mit Geistiger Heilung).

Liebe Rita,

Du hast natürlich Recht, wenn Du Zweifel daran hast, ob wir Menschen, solange wir die Göttliche Vollkommenheit noch nicht vollkommen zum Ausdruck bringen können Liebe vollständig und richtig beschreiben können. Ich denke, Liebe lässt sich nicht wirklich durch Sprache beschreiben, man kann sie nur erleben, erfahren. Und so können wir uns nur Stück für Stück mit unserem Bewusstsein an die wahre Liebe herantasten und mit und in der Liebe wachsen. Unser Herz ist letztendlich die Instanz, die uns sagt, ob wir in der Liebe sind oder nicht.

Alles Liebe

Martin