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Wie wir die Liebe in unser und aller Leben tragen.

02 Apr 2009 10:48 #4616 von Rita
Hallo Martin,

wenn wir irgendwann das erreicht haben, was wirklich gut und richtig für uns ist, gibt es ja das Gegenteil von Liebe gar nicht mehr. Dann trennt uns das Gegenteil ja auch nicht. Auf unserem Weg dahin müssen wir aber mit dem zurecht kommen, was uns zu vertehen möglich ist und darum finde ich, ist die Diskussion hier sehr wertvoll:)

Lieben Gruß von
Rita
02 Apr 2009 11:36 #4619 von Martin
Rita schrieb:

Hallo Martin,

wenn wir irgendwann das erreicht haben, was wirklich gut und richtig für uns ist, gibt es ja das Gegenteil von Liebe gar nicht mehr. Dann trennt uns das Gegenteil ja auch nicht. Auf unserem Weg dahin müssen wir aber mit dem zurecht kommen, was uns zu vertehen möglich ist und darum finde ich, ist die Diskussion hier sehr wertvoll:)

Lieben Gruß von
Rita


Liebe Rita,

das finde ich auch!
Sei herzlich gegrüsst

Martin
03 Apr 2009 12:40 #4623 von KeepOnSmiling
Wow, liebe Celestine-Freunde,

da bin ich mal ein paar Tage weg und finde hier auf meine Frage so viele anregende Meinungen und Definitionen zum Thema Liebe.
Danke dafür!

Allerdings habe ich noch keine Antwort auf meine Frage finden können! Vielleicht kann ich es nicht erkennen oder verstehen, was Ihr sagen wollt.

Gerade weil jeder die Liebe anders definiert, bisher anders erlebt und wahrgenommen hat, habe ich konkret danach gefragt, wie Ihr die Liebe in Eurem Leben praktisch umsetzt, realisiert und aktiviert.

Was ist zum Beispiel, wenn Ihr gerade sauer seid, Euer Ego mit Euch durchgeht?
Was macht Ihr dann?
Was macht Ihr dann, um Euren Mitmenschen und der Welt trotzdem mit Liebe zu begegnen und nicht Euren Frust oder Euer Ego am Anderen auszulassen?

Ziel meiner Frage ist der praktische Austausch!
Grund meiner Frage ist, weil ich in den letzten Wochen verstärkt an mir selbst beobachte, wie ich kurz davor bin, an einem Anderen (der/die gar nichts dafür kann), meine Emotionen, meinen Frust oder Zorn auszulassen und mich gerade "noch am Riemen reise" und mir selbst bzw. meinen schlechten Emotionen Einhalt gebiete.

Liebe ist Liebe ist Liebe. Auch wenn wir sie unterschiedlich wahrnehmen und beschreiben, mannigfaltig definieren, bleibt es immer Liebe...
Allerdings kann Liebe nur dann WIRKEN, wenn sie von irgendjemandem gelebt, erlebt, verWIRKlicht wird!

Und da ist meine Frage:
Egal, wie Ihr Liebe für Euch definiert... Wie tragt Ihr sie in die Welt hinaus? Wie verWIRKlicht Ihr sie?

KeepOnSmiling
:-) lliKöhl
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03 Apr 2009 23:14 #4628 von Rita
Hallo Olli,

ich versuche es mal.

Also - meine Wut oder womöglich sogar Aggression bekommt nur jemand zu spüren, der mir sehr arg auf die Zehen gestiegen ist. Ich lasse niemals eine negative Emotion an Menschen aus, die nichts dazu können, dass sie sich gerade in mir breit macht. Ich bin von der Grundüberzeugung her ein Menschenfreund und ich kann glaube ich wirklich sagen, dass ich die Menschen liebe. Um diese Liebe zu verlieren, muss jemand schon etwas gar Schröckliches anstellen. Auch wenn mich jemand verletzt hat, kann ich nach einer Weile trotzdem wieder mit ihm umgehen. Ich habe nun noch niemals etwas ganz Schreckliches erleben müssen. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn z.B. jemand meinem Mann das Leben nehmen würde. Ich glaube nicht, dass ich eine solche Größe hätte, diesen Menschen dann noch zu mögen. Im Alltag kann ich aber niemals lange böse sein und wenn es jemandem nicht gut geht, muss ich mich einfach um ihn kümmern. Ich habe auch sehr schnell Mitleid mit Menschen. Resultiert das auch aus der Liebe zu ihnen? Wenn jemand weint, läuft mein Herz über und ich muss ihn einfach in die Arme nehmen und ihm ganz viel Wärme und eigene Stärke rüber schicken. Ich zerfließe dann nicht selbst, aber ich kann einen solchen Menschen nicht einfach sich selbst überlassen. Ich erkenne auch in Menschen, mit denen andere vielleicht nicht einmal Kontakt aufnehmen würden, ein großes Herz und wenn ich mich mit einem solchen Menschen unterhalten kann, ist oft sogar eine Vertrautheit da und ein Gefühl der Liebe, obwohl wir uns niemals vorher gesehen haben - zumindest in diesem Leben. Schön ist das:)

Liebe Grüße von
Rita
15 Mai 2009 12:19 - 15 Mai 2009 23:47 #4887 von Schmetterling
Hallo ihr Lieben,

heute las ich einen wundervollen Hoffnungstext von Peter Paal aus seinem Buch "Jede Stunde ist ein Geschenk", mit dem Titel: "Macht Liebe blind?", in dem Peter Paal die Liebe einer Liebesgemeinschaft in wunderschönen Worten wiedergibt.

Ich möchte Euch an seinen Gedanken teilhaben lassen:

Es gibt Sprichwörter, die uns so geläufig sind, dass kaum einer auf den Gedanken kommt, ihre Aussage anzuzweifeln. Sie werden einfach nachgeplappert. Zu ihnen gehört zum Beispiel die Redensart "Liebe macht blind". Freilich, jene "Liebe", die nicht mehr als Verliebtheit ist, blendet allzuleicht und trübt den klaren Blick für den Partner. Ein nur erotisches Geneigtsein, dem nur ein Flirt oder ein kleines Abenteuer vorschwebt, übersieht oder retuschiert gern mancherlei Mängel des anderen Menschen, damit er eingermaßen in den Streifen der eigenen Vorstellungen und Wünsche paßt.

Im Übrigen hat man ja nicht vor, sich festzulegen und zu verpflichten. Es schwebt einem nur ein Verbundensein auf Zeit vor. Man weiß ja von vornherein, die Begegnung wird eine Episode bleiben. So braucht man einander nicht allzu genau ins Auge zu fassen und ernst zu nehmen. Die Blindheit ist eine Art von Selbstbetrug, der die Verliebten die Augen vor den Unvollkommenheiten des anderen schließen läßt. Sie beunruhigen ihn nicht, sie ersparen ihm Überwindungen und Mühen.

Das Gefühl und die Zuneigung aber, die den Namen "Liebe" wirklich verdienen, die den ganzen Menschen ergriffen haben und den Partner auch als ganzen Menschen meinen, machen nicht blind, sondern im Gegenteil sehend, "hellsichtig und wertsichtig", sagt Prof. Viktor Frankl, aufgeschlossen nicht nur für die Reize, sondern vor allem für Wesen und Wert der geliebten Persönlichkeit, für ihre Einmaligkeit, selbstverständlich auch für ihre Probleme oder Nöte. Solchen Einstellungen ist die Redewendung "mit den Augen der Liebe sehen" gemäß, der Liebe, die die Augen öffnet.

Zwischen dem Sehen der Liebe und dem der bloßen Verliebtheit liegen Welten. Die Verliebtheit ist mehr oder weniger eine Illusion, die den Augenblick betrifft, nicht mehr als die Gegenwart, die sie zu genießen wünscht. Die Liebe aber ist Schauen auf den ganzen geliebten Menschen, auf den Wesenskern, seine Persönlichkeit und zwar mit dem gleichzeitigen Wunsche, den anderen in seinem Eigensten und Besten zu erkennen, zu bestätigen und zu erhöhen, und ihn auf die Dauer zu gewinnen. Verliebtheit sucht ein Auge vor dem zuzudrücken, was am anderen schwierig und unzulänglich ist. Auf ihre Illusion folgen eines Tages zwangsläufig Ernüchterung und Enttäuschung, die die Beziehung auflösen.

Im Gegensatz zu den rosarot gefärbten Illusionen der Verliebtheit hat die Liebe den Mut und die Entschlossenheit, den anderen Menschen getrost realistisch zu betrachten, auch seine Unvollkommenheiten und Spannungen, unter Umständen auch seine inneren Abgründe zu erkennen. In der Liebesgemeinschaft zwischen Mann und Frau gilt es nicht, sie illusorisch auszuklammern, zu verleugnen, sondern sie als nie endende Aufgabe der Liebe zu betrachten, sie zu bewältigen, dem anderen zu einer Entwicklung zu verhelfen, die dem Kern seines Wesens entspricht.

Verliebtheit meint, auf blumigen Pfaden in einen "Himmel" hineintänzeln zu können, wobei die nur Verliebten wahrscheinlich eines Tages "aus den Wolken fallen". Das Spiel ist vorbei. Die Uhr ist abgelaufen.

Liebe aber ist auf das Ganze und auf die Dauer gesehen immer ein schweres, auf ein ganzes Leben ausgerichtetes Werk. Sie bleibt nicht bei dem anfänglichen Gefühl spontaner Sympathie stehen: Sie muss wachsen, sich wandeln und reifen, sie muss sich kristallisieren, immer mehr an Gestalt gewinnen, wenn sie bestehen bleiben und Früchte tragen will.

"Lieben bedeutet, das Kreuz des anderen mit auf die eigene Schulter laden" (Elisabeth Lukas).

Menschen, die schließlich, ihrer Sehnsucht folgend, so eng beieinander leben und hausen, entgehen natürlich nicht die Schönheitsfehler und Mängel des anderen. Aber eben auch sie gilt es mit den Augen der Liebe zu sehen. Das heißt, sie weise und gütig - dabei zugleich eigener Unzulänglichkeiten bewußt - in das Gesamtbild des geliebten Menschen einzuordnen, statt ihn an seinen Unzulänglichkeiten zu messen oder gar zu versuchen, ihn lieblos und richtend auf seine Mängel festzulegen.

F. Dostojewski hat ein wunderbares Wort über die Liebe gesagt. Es steht in seinen Tagebüchern und lautet:

Einen Menschen lieben, heißt ihn so sehen, wie Gott ihn gemeint hat."

Das ist höchste Anforderung an den liebenden wie den geliebten Menschen, höchste Anforderung und Verheißung zugleich.


Welche Gedanken und Gefühle kommen in Euch beim Lesen seines Hoffnungstextes auf?

Alles Liebe für Euch.

Natali
24 Mai 2009 12:17 #4972 von KeepOnSmiling
Hallo Natali,

in Bezug auf eine Lebenspartnerschaft oder Ehe zwischen zwei Menschen empfinde sehr viel Freude beim Lesen des Textes, den Du eingestellt hast. Die Liebe zwischen zwei Menschen, die Ihr (ganzes) Leben miteinander teilen, möchte ich auch so verwirklicht wissen - auch wenn ich weiß, dass es für einen emotional gesteuerten Menschen nicht immer leicht ist.

Für die (grundsätzliche) Liebe - die Liebe zum Leben, die Liebe zu sich selbst und anderen im allgemeinen ist mir der Text zu kurzgegriffen - nämlich "nur" auf den freund- und partnerschaftlichen Umgang zwischen zwei Menschen.

Dank Dir für Deinen Beitrag.

KeepOnSmiling
:) lliKöhl
Folgende Benutzer bedankten sich: Nirvana