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Wie wir die Liebe in unser und aller Leben tragen.

29 Mär 2009 22:25 #4578 von Rita
Hallo ihr Lieben,

wenn jemand einen ins Eis eingebrochenen Menschen, den er überhaupt nicht kennt, unter Einsatz seines eigenen Lebens rettet - ist das Liebe?
Wenn jemand einen Selbstmörder mit all seiner inneren Kraft davon abhalten will, seinem Leben ein Ende zu machen - ist das Liebe?
Und wenn der Selbstmörder sich dann doch in der Gegenwart des helfen wollenden Menschen umbringt, weint dieser ganz schreckich und ist verzweifelt - weil er diesen Menschen, den er überhaupt nicht kannte, liebte?
Wenn ein sehr schlimm erkrankter Mensch nur durch eine Organspende eines anderen Menschen, der ihn nicht kennt, gerettet werden kann und sonst stirbt, und der mögliche Retter entscheidet sich zur Organspende - ist das Liebe des Retters?

Fragende Grüße von
Rita
30 Mär 2009 08:30 #4582 von Manni
Guten Morgen Rita,

für mich ist Liebe ein Gefühl und keine Handlung. Die Handlung ergibt sich für mich möglicher Weise aus meinem Gefühl heraus.

Eine aktive tat, kann auch Gefühle erzeugen. Wenn ich z. B. sanft berühre, wird dies entweder als angenehm oder gar als unangenehm empfunden. Ich kann jedoch nicht davon ausgehen, dass es immer als Liebe empfunden wird.

Woher kenne ich denn die Beweggründe des anderen? Fehlt ihm genau dieses schöne Gefühl, wird er es vermutlich dankbar annehmen. Wenn nicht, dann stößt es ihn eher ab und er ist nicht dankbar dafür.

Ich meine daher, dass Liebe im Unterbewusstsein entsteht und nicht mit einer Handlung bewusst erzeugt werden kann.

Ich habe einen Menschen aus dem Wasser gezogen, weil es mein Wunsch war, zu helfen. Dabei hätte mich dieser Mensch fast umgebracht. Er klammerte sich fest an mich und zog mich mit runter. Auch danach, war er keineswegs dankbar dafür. Er ging seiner Wege und ließ mich mit meinen Gefühlen allein zurück. Ob ich ein zweites Mal hinterher springen würde, weiss ich nicht. Ich werde vermutlich wieder nur meinem Gefühl folgen.

Die Gefühle eines Selbstmörders, vermag ich auch nicht einzuschätzen. Sie stehen ganz sicher nicht im Einklang mit meinen eigenen. Wie kann ich ihm also meine Liebe zeigen, ohne dass er darin die Absicht erkennt, ihn von seinem Vorhaben abzuhalten? Ihn insofern in seinem Willen einzuschränken, zu begrenzen oder gar zu bevormunden etc. Wird er überhaupt Liebe in diesem Moment wahrnehmen können? Müsste ich ihn nicht vielmehr dort abholen, wo er gerade steht, mit seinen Gefühlen?

Ich könnte z. B. sein Vorhaben sein Leben aufzugeben akzeptieren und ihn danach befragen, was ihn dazu bewegt, worin er eben keinen anderen Ausweg mehr sieht. Ich müsste Überzeugung, Selbstsicherheit und Zuversicht rüber bringen können. Dabei darf ich nicht ins wanken geraten und Furcht haben. Nur so könnte ich ihm meine Hand reichen. Ob er sie annimmt bleibt seine Entscheidung und das habe ich zu respektieren. Alles andere wäre auch keine Liebe, denke ich.

Bei deinem letzten Beispiel mit der Organspende, sind beide (Patient und Spender) damit einverstanden. Hier ist also gegenseitiges Einvernehmen Bedingung und liegt keine einseitige Aktion vor, die über den Willen des anderen hinweg entscheidet.

Leider endet das auch schon wieder, sobald es um das Überleben geht. Hier fragt unsere Gesetzgebung nicht mehr nach dem Willen sondern handelt. Damit setzt sie sich auch über die göttliche Liebe hinweg und tut alles menschlich Mögliche. :dry:

Ich finde, wenn ein Mensch den Wunsch hat zu sterben, dann wäre Liebe nur die, die dies zulässt und die die Hilfe anbietet aber nicht die, die selbst entscheidet, was richtig oder falsch ist. Allerdings nur auf die jeweilige Person bezogen und nicht, wie bei einem Amoklauf, auch auf unschuldige Menschen. Da müssen dann doch Grenzen gezogen werden.

Entscheidungen für sich selbst treffen dürfen aber nicht für andere, wäre hier meine Definition von Liebe. Und wenn wir diesen Raum gewähren, denke ich, wir er auch uns gewährt werden. Liebe spiegelt sich in Liebe wieder, wo sie denn vorhanden ist und Raum bekommt sich frei zu entfalten.

Wünsche dir einen wundervollen Tag
Manfred
30 Mär 2009 08:53 #4583 von Sonnenstrahl
Hallo ihr Lieben,

ja,wie können wir unsere Liebe in die Welt tragen,das ist eine gute Frage wie ich finde,die meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit sein sollte für jeden Menschen.Zum Beispiel könnte man anfangen jedem lieben Menschen erst einmal ein Lächeln zu schenken,dann vieleicht mal einfach nur seinem gegenüber seine Aufmerksamkeit schenken für einen Moment--ihm einfach nur mal zu hören,ihm/ihr das Gefühl zu geben,das er/sie ein wertvoller Mensch ist mit einem Herz was schlägt.Oder einfach Helfen,wenn ich sehe das der liebe Mensch Hilfe benötigt ohne lange zu überlegen,soll ich oder soll ich nicht.

Für mich ist es sehr wichtig,das mein gegenüber/mein lieber Mitmensch sieht

mit dir würde ich mein letztes Stück Brot teilen.Und ich bin fest davon überzeugt,das man ein Lächeln wieder bekommt.:) Ich glaube auch ganz fest daran,wer liebe gibt-bekommt es auch wieder von Herzen,und das sogar mit einem Lächeln,was einem noch nicht ein mal was kostet.
Ist es nicht ein super tolles Gefühl,wenn man zu sich und einem Lieben Mitmensch sagen kann,dankeschön das es dich gibt.

Ich sage immer zu mir,ich werde jedem lieben Mitmensch Helfen,wenn ich sehe das er/sie am Boden liegt---dann reiche ich meinem Mitmenschen meine Hand zur Hilfe aus reiner Nächstenliebe.Ja--so setzte ich ein Zeichen in Liebe und wertschätzung meinem Mitmenschen.

Mit Licht und Liebe
Angelika Sonnenstrahl[/color]
30 Mär 2009 10:05 #4584 von Rita
Lieber Manfred,

deine Gedanken erklären die Aktion an sich. Aber was bewegt uns dazu, ins eiskalte Wasser zu springen oder ein lebenswichtiges Organ zu spenden? Ein gutes Gefühl für uns selbst? Würde ich mich nicht besser fühlen, wenn ich nicht ins kalte Wasser springe oder mein mein Organ behalten könnte? Was treibt uns an, all dieses zu tun? Ist es die Liebe zu den Menschen oder nur ein Urinstinkt, die Art zu erhalten?

Lieben Gruß von
Rita
31 Mär 2009 08:07 #4594 von Manni
Ja Rita,

vermutlich ist Liebe, so wie wir sie empfinden, ein Urinstinkt. Wie können sie nicht an- oder ausschalten. Sie ist einfach da, immer gegenwärtig, so wie die göttliche Liebe. Das zeigt mir auch, dass wir durch sie erschaffen wurden.

Liebe Angelika,

es gefällt mir sehr, wie Du die Nächstenliebe verinnerlicht hast. Wie würdest Du denn reagieren, wenn Du deine Hand ausgestreckt hast und dieser liebe Mitmensch sie nicht annimmt, ja sogar wild um sich schlägt und dich dabei verletzt?

Mich hätte dies beinahe das irdische Leben gekostet. Und dennoch würde ich vermutlich es wieder tun, denn ich kann es nicht steuern. Es ist einfach da und dann überlege ich auch nicht mehr lange. Insofern gebe ich mich in diesem Moment auch der göttlichen Liebe hin, ohne sie bewusst in Versuchung zu führen und lasse es geschehen. Aber Dankbarkeit darf ich einfach nicht erwarten. Wenn sie dennoch kommt ist gut und wenn nicht, dann ist es auch gut. Ich habe es ja für mich getan, für mein Unterbewusstsein und meinen inneren Frieden. Mich hätte es viel mehr belastet, zu wissen, dass ich nichts getan habe und welche Folgen dies haben könnte, nicht für mich, sondern für diesen Menschen. Und dennoch ist es sein Leben und nicht meines, aber die Gedanken würden nicht mehr zur Ruhe kommen und ich hätte keinen inneren Frieden mehr.

Liebe Grüße
Manfred
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01 Apr 2009 08:02 #4599 von hope
Hallo zusammen,

echt spannend, der Austausch hier :laugh:
Ja, was ist Liebe????
Ich finde, Manfred hat hier etwas sehr Wichtiges herausgestellt:
was ich selbst als einen `Akt der Liebe`empfinde, muss für den anderen keiner sein, sondern kan als Einmischung verstanden werden, die eher erzürnt.
Mit fällt auch auf, dass dieses `Liebesthema`recht ausgeprägt auf das `Opfer bringen` spezifiziert ist.
Scheint mir ganz typisch für christlich erzogene Menschen zu sein, denn die Kirche hat das Jahrhunderte lang vermittelt: Liebe = Opfer bringen = sich opfern.
Und außerdem scheinen ne Menge Menschen der Ansicht zu sein, dass `aktive Liebe`immer in Zusammenhang mir irgendeiner Not steht, d.h. mit helfen.
Dass wir das tun - ganz `automatisch`, wie Manfred gut zeigt - hat aber meines Erachtens weniger mit Liebe als mit moralischen Grundseätzen zu tun, die wir in uns haben.
Und auch damit , wie Manfred ebenfalls zeigt, dass wir sehr schlecht damit leben könnten, wenn wir gegen diese Grundsätze verstoßen. D.h. d wir tun das (unbewußt), um nachher noch in den Spiegel schauen zu können. Das hat also nicht wirklich was mit Liebe zu tun.

Ich denke auch, dass man Liebe in sich hat - oder eben nicht. Dass man sie mal mehr und mal weniger fühlt. Künstlich `puschen`lässt sie sich nicht.

Aber wenn ich sie denn habe/spüren, dann erscheint mir das, was Angelika sagt am Lebendigsten zu sein: ein Lächeln, ein freundliches Wort, ne kleine Geste...
Hier fängt es nach meiner Meinung an, Liebe wirklich zu leben - und nicht bei den `Heldentaten` oder der Konzentration auf alles (große) Leid.

Ich muss allerdings auch sagen, dass es mir persönlich reichlich auf den Wecker geht, wenn ich Menschen begegne, die nur lächeln, nur `lieb sind`, alles gut und recht machen wollen.... das scheint mir übertrieben, nicht echt und oft nicht passend zu sein.

Und so würde ich sagen, dass Liebe das ist, was wirklich aus dem Herzen kommt, echt ist und v.a. beinhaltet, dass wir dem Gegenüber seine Freiheit lassen, wie immer sie aussehen mag. D.h. wir sollten ihn/ sie nicht `zuschütten` mit unsere `Liebe` bzw. der Vorstellung davon, was wir persönlich darunter verstehen.

Alles Liebe ;-)

Sylvie