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Warum?! Schuld- und Sinnsuche eines Übels

12 Jan 2010 20:18 #8092 von Syrin
Hallo ihr Lieben

Im Thread "Unerklärliche Phänomene-Spielt irgendwas mit uns?" kam die Frage auf, ob wir für alles, was uns widerfährt eine (stille) Einwilligung gegeben haben. Schließlich ziehen wir durch unsere Gedanken und Erwartungen Ähnliches an.
Wie ist das aber bei sehr schmerzlichen Dingen, wie zB. Gewalttaten?

Zur Erinnerung:

Martin_Heinz schrieb:

Niemand kann mit Dir "Experimente" machen, ohne dass Du hierzu Deine Einwilligung gibst. Und falls Du irgendwann einmal Deine Einwilligung gegeben haben solltest und es nicht mehr weißt, kannst Du diese jederzeit widerrufen. Hierzu genügt ein einfaches Ritual.


Darauf ich:

In gewisser Weise ist das sicher richtig, aber, wenn ich durch die Stadt gehe und dort von Männern überfallen und vergewaltigt werde, dann habe ich vorher sicher nicht meine Einwilligung gegeben und mit mir wurde etwas gegen meinen Willen gemacht.


Im genannten Thread wurde auch kurz angerissen, ob auch vielleicht ein früheres Leben der ausschlaggebene Nenner für solche Schicksalsschläge sein können.

Was ist eure Meinung dazu?

Viele liebe und lichte Grüße
Eure Syrin
12 Jan 2010 23:38 #8098 von Manni
Liebe Syrin,

das mit der Einwilligung würde ich auch eher passiv und nicht aktiv verstehen. Im Falle deines Beispiels mit der Gewalt, die einem durch andere Menschen angetan wird, muss es ja auch erst einmal dazu kommen. Also passiert schon etwas in der Zeit bis zur Tat.

So werden z. B. laut Statistik selbstbewusste Menschen deutlich weniger überfallen, als jene, die von ihren Ängsten beherrscht werden und Unsicherheit ausstrahlen.

Du könntest das ähnlich sehen, wie in der Tierwelt zwischen Jägern und Gejagten. Der Jäger sucht sich sein Opfer aus, konzentriert sich auf dessen Schwächen und wartet auf eine günstige Gelegenheit. Treten die Jäger zu dem noch im Rudel auf, wird es immer leichter.

Was ist also im Umkehrschluss zu tun, um dem keinen Raum mehr zu bieten? Ich mache mich frei von meinen Ängsten, konzentriere mich auf meine Stärken und werde dadurch selbstbewusster. Meine Körpersprache ändert sich, meine Ausstrahlung wird deutlicher und meine Gedanken klarer.

Dies kommt auch zur Geltung, im Kontakt mit den Tätern. Oftmals nehmen sie dann schon Abstand und suchen sich ein leichteres Opfer. Wenn nicht, braucht es noch etwas mehr Überzeugungskraft und Sicherheit im Dialog. Dabei können Emotionen andere Schwingungen bekommen. Negative Energie kann sich in positive verwandeln. Doch das geschieht nur, wenn ich mir ganz sicher bin.

Ich könnte auch die Flucht ergreifen. Dies wird mir gelingen wenn ich ganz sicher bin, dass ich es schaffen werde und nicht nur schaffen kann. Sobald nur der geringste Zweifel aufkommt, habe ich mich innerlich zur Aufgabe bereit erklärt und damit schon meine Einwilligung gegeben.

Mir fällt dazu auch ein, dass einer Katze nachgesagt wird, sie hätte sieben Leben. Sie wird sich insofern nicht unterordnen wie ein Hund. Dazu gibt sie ihre Einwilligung einfach nicht. ;)

Wären wir in so einer Konfrontation wild entschlossen uns das nicht bieten zu lassen, ist es auch sehr wahrscheinlich, dass wir nicht mehr in das Beuteschema passen und als Opfer wahrgenommen werden. Der Jäger müsste sich neu orientieren.

Die Erfüllung tritt nicht ein, wenn wir nur positive Gedanken darauf ausrichten und negative verdrängen. Nein, sie tritt ein, wenn wir unserer Sache ganz sicher sind, das uns kein Unheil widerfährt.

Das ist ein himmelweiter Unterschied
Manfred
13 Jan 2010 10:59 #8101 von Holger
Hallo Syrin,

eine gute Freundin machte einst einen Kurs in Selbstverteidigung für Frauen.

Dort wurde ein Rollenspiel gemacht, wo sie den *Täter* mimen sollte.
Das *Opfer* wurde durch eine andere Teilnehmerin dargestellt.

Meine gute Freundin erzählte mir daß sie als *Täter* tatsächlich einen Augenblick lang das *Verlangen* hatte dem vor ihr gehenden *Opfer* an den Kragen zu gehen.

Denn jene Frau ging in leicht gebeugter, angstvoller Haltung, passte also in das oben von Manfred beschiebene Beuteschema.

Sie gibt durch diese Haltung, unbewusst natürlich, dem *Täter* ihre Einwilligung.

Passe ich nicht in das Beuteschema, dann werde ich auch nicht zum Opfer.

Im übrigen passte ich als Schüler prima in das Beuteschema einiger mobbender Mitschüler, kenne das also ganz gut, wenn ich das auch nicht mit dem Leid vergewaltigter Frauen vergleichen will.
14 Jan 2010 17:22 #8126 von KeepOnSmiling
Hallo Syrin,
liebe Community,

ich kann die Beiträge von Holger und Manfred nur bestätigen und ergänze noch folgendes:

Ich der Überschrift heißt es: "Schuld- und Sinnsuche..."

Nun, ich bin überzeugt, dass Schuld und Sinn niemals gesucht oder gefunden werden kann. Ein Sinn oder eine Schuld wird immer ge-geben...
Dass irgendjemand an irgendetwas "Schuld" ist oder hat, dass etwas Sinn hat oder macht, ist eine sehr menschliche und entsprechend auch eine sehr subjektive Einschätzung.

Wenn ich einen Schuldigen für das Erdbeben in Haiti haben möchte und mich auf der Suche danach begebe, dann werde ich auch einen Schuldigen finden - ganz gewiss!
Wenn ich etwas als ganz schlecht, negativ oder unpassend empfinde, wird es mir recht schwer fallen, einen Sinn darin zu sehen, zu finden oder "hinein zu interpretieren"!
Alles was mich begeistert, mich inspiriert und mir Spaß macht, hat natürlich auch einen Sinn... Weil ich diesen Sinn gebe und lebe!

Und damit ist der Kreis zu den Beiträgen von Manfred und Holger geschlossen... Ein grenzlos positiver und selbstbewußter, optimistischer Geist wird keinem Übel oder Unheil begegnen können!

KeepOnSmiling
:) lliKöhl