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Sonderbare Zeiten

25 Feb 2011 13:32 #12256 von Marion
Liebe Freunde,

tagtäglich egal ob ich einkaufe oder sonst unterwegs bin kommen Leute auf mich zu und beginnen verschiedene Dinge mir zu erzählen. Sei es die Ungerechtigkeit am Arbeitsplatz, Neid der Arbeitskollegen untereinander, Hass auf andere Menschen und Personen, Gleichgültigkeit untereinander aber auch besonders im Bezug auf ältere Mitmenschen und Angehörige usw.

Es gibt sehr viel was mir in diesen und in den vergangenen Tagen begegnet ist. Besonders beunruhigend ist für mich zu spüren, daß die Zahl derer die plötzlich erkennen was um sie herum geschieht von Tag zu Tag mehr wird aber nicht das geringste dafür tun um es zu ändern.

Gespräche untereinander, Mitgefühl, Rücksicht, Hilfsbereitschaft, ein offenes Ohr, ein liebes Wort oder sogar ein freundliches Lächeln wäre der Weg. Die Palette ist so groß was man tun kann das nichts kostet und doch das Leben so reich und glücklich macht.

Kommen diesbezüglich auch Leute auf euch zu um sich Rat zu holen?

Marion
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene
25 Feb 2011 15:15 - 25 Feb 2011 15:19 #12259 von Manni

Marion schrieb: Kommen diesbezüglich auch Leute auf euch zu um sich Rat zu holen?


Ja liebe Marion

und ich habe sehr gemischte Gefühle dabei. Zum Einen möchte ich gerne helfen und zum anderen fühle ich mich dabei auch ausgenutzt, so als sei ich immer die erste Wahl, weil andere Menschen offenbar nicht so hilfsbereit sind.

Ständig stehe ich Rede und Antwort am Telefon und beantworte unermüdlich Mails. Viele Leute möchten von meinem Wissen profitieren und holen sich kostenlos Rat bei mir ein.

Wenn ich dann mal eine Frage habe und mir Rat einholen möchte, muss ich immer teuer dafür bezahlen. Oftmal sind schon die Rufnummern kostenpflichtig oder ich werde an kostenintensive Hotlines verwiesen. Und wenn ich diese umgehen möchte, mich selbst auf die Suche nach Antworten begebe, dann endet dies meist auf einem Portal bei dem ich mich zunächst registrieren muss und die Rechnung postwendend zugeschickt bekomme.

Das passiert auch, wenn ich mal keine kostenpflichtige Rufnummer verwendet habe und lediglich eine Reklamation loswerden wollte, z. B. bei einem Softwarehersteller. Promt bekam ich dafür die Rechnung und mir wurde im Nachgang erklärt, dass selbst diese Möglichkeit, dort anzurufen schon Aufwand sei, der ja bezahlt werden müsste. Als Unternehmer sollte mir das bekannt sein, dass es nichts um sonst gibt.

Schön, Hilfe kostet also etwas aber Reklamationen auch!? Gerne würde ich auch bei jedem Anruf oder jeder Mail die Uhr mitlaufen lassen. Dann hätte ich wohl nicht mehr das Gefühl ständig ausgesaugt zu werden. Die Zahl der Anrufe würde auch deutlich zurückgehen und ich hätte wieder mehr Zeit für andere Dinge.

Auch im privaten Leben wünsche ich mir inzwischen schon eine Tarnkappe. Denn wann immer ich das Haus verlasse und mir ein Nachbar über den Weg läuft, werde ich sofort mit dessen Angelegenheiten gelöchert und um Hilfe gebeten. Klar, schließlich helfe ich ja auch wo ich kann. Doch wenn ich mal Hilfe brauche, haben die Leute auf einmal keine Zeit oder würden ja gerne, wenn sie denn könnten usw. Da stehe ich dann plötzlich ganz alleine auf weiter Flur und muss selbst sehen wie ich mein Problem gelöst bekomme. Ich wurde auch schon oft ausgelacht, wenn ich was getan habe, was eigentlich nicht meine Aufgabe gewesen wäre. Schau dir mal den an, der räumt den Dreck anderer Leute weg usw. Und wenn ich dann sage, Du darfst mir gerne dabei helfen, bekomme ich zur Antwort, na ich bin doch nicht bescheuert. :ohmy:

Also ich weiß nicht, ob dieses "Helfersyndrom" so gut ist. Ich finde mit Konsequenz kommt man da sehr viel weiter. Wer ständig Hilfe bekommt, lässt sich immer öfter unter die Arme greifen und wem sie verweigert wird, der muss dann selbst eine Lösung finden. Er geht also seinen Weg weiter und bleibt nicht stehen. Denn die Aufgaben, die einem gestellt werden sind nur für denjenigen selbst bestimmt und nicht für andere Menschen. Was nutzt es mir, wenn ich ständig Geld geliehen bekomme aber selbst keines verdienen kann? So werde ich meine Schulden immer nur noch größer machen und nicht reduzieren. Mir hat es sehr geholfen, als ich keine Unterstützung mehr bekam. Da musste ich meine Probleme Stück für Stück selbst bewältigen und darauf war ich dann auch stolz, als ich das geschafft hatte. Nun halte ich mich auch immer mehr zurück, ständig helfend einzugreifen und lasse die Menschen mehr selbst tun. Sie machen dabei zwar noch viele Fehler aber daraus lernen sie ja auch wieder.

Klingt sicher hart aber hilft deutlich mehr
Manfred
Folgende Benutzer bedankten sich: Stefanie
25 Feb 2011 15:24 #12260 von Ulli
Hallo Manfred, es gibt für die --?Dritte?--Welt, ein Programm das heisst: Hilfe zur Selbsthilfe!!
Ich glaube das ist es was gefragt wird, hilf dem anderen in der Not, so dass er sich dann selbst helfen kann.
Ich verstehe es so: Denkanstösse geben, einmal zeigen oder helfen, und danach strikt darauf verweisen, dass der andere es selber kann.
Ich denke auch, dass Hilfe am falschen Platz schadet.!
Oder z.B. so: solange ich aus dem inneren Gefühl der Liebe, des Verständnisses helfe und mich nicht gedrängt fühle, ist die Hilfe notwendig und richtig, sobald mein Gefühl dafür in Unwillen umschlägt, schadet es mir und dem anderen.
Liebe Grüsse ULLI
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene
25 Feb 2011 17:09 #12263 von Marlene
Lieber Manfred

Tue was Du tust mit ganzem Herzen, oder lasse es sein.

Ich habe die Seite (Link)
www.palverlag.de/Selbstbewusstsein-Info.html
Im Beitrag WIE WERDE ICH SELBBEWUSST schon mal gesetzt.

Da geht es um das NEIN sagen können und dürfen.

Wenn Du etwas tust, was Du eigentlich nicht tun wolltest, und nicht nein sagen kannst, stimme ich mit Ulli's Satz überein.

"schadet es mir und dem anderen"

Manchmal schenkt man etwas einfach so, seine Zeit, seine Liebe, sein Wissen, sein Ohr, sein Mitgefühl
ohne etwas zu erwarten.

Heute habe ich einer lieben Teilnehmerin von hier, anders wo, zum Geburtstag gratuliert, und ihr wundervolle Begegnungen gewünscht.

Ich habe dabei auch nichts für mich erwartet, nicht mal daran gedacht.
Rate mal was mir nach ein paar Stunden passiert ist?

Eine wundervolle vom Himmel geschenkte Begegnung.

Der mich mit dem Satz, wir sind nur Gäste auf der Erde, begrüsste.
Ein Taxifahrer den ich zuvor nicht kannte.

Wir hatten ein paar Minuten ein wundervolles Gespräch, und haben unsere Energien gegenseitig erhöht, auch dies ohne Absicht, es ist uns einfach passiert - zu-gefallen-Geschenkt worden.

Ich weiss nicht ob Du verstehst was ich Dir damit Mit-Teilen will.
Schenkst Du ohne nur den geringsten Gedanken an das was eventuell für Dich zurück kommt, versorgt Dich das Universum damit.

Das Geheimniss ist das Herz und das Vertrauen, nichts zu erwarten, Freude an der Freude oder Hilfe die man geben kann. Dies ist schon ein schönes Geschenk.

Kommt mir gerade ein Satz dazu in den Sinn, den ich vor wenigen Tagen im Buch von Walsch gelesen habe, wenn sich alles verändert, verändere alles.

www.amazon.de/Wenn-alles-sich-ver%C3%A4n...4ndere/dp/3442338743

Vielleicht auch was für Dich lieber Manfred.

Alles Liebe und Vertrauen im Herzen, dass der Himmel auf Erden ist, in und durch uns.
Herzlichst Marlène
27 Feb 2011 11:31 - 27 Feb 2011 11:32 #12277 von Feuervogel
Liebe Marlène


Das ist doch genau der Schlüssel. Geben/helfen ohne etwas zu erwarten, das ist begingungslose Liebe und es wird IMMER zurückkommen.
Das Problem liegt darin, dass es in irgend einer anderen Form zu uns zurück kommt und viele Menschen es nicht erkennnen oder wahrhaben wollen.

Umgekehrt ist es genau so. Tue ich jemandem etwas an und dann passiert mir etwas Negatives, wird höchsten gejammert - oh, warum gerade ich.... - anstatt zu erkennen, dass ich mir das nur mit meinem eigenen Handeln geholt habe. Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und Vertrauen in die Gesetzte der Schöpfung sind die schwersten Aufgaben der Menschen.

So wünsche ich euch einen wundervollen Sonntag in tiefem Vertrauen

Feuervogel
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene
27 Feb 2011 11:33 #12278 von Feuervogel
Ich wollte eigentlich

Das Geheimniss ist das Herz und das Vertrauen, nichts zu erwarten

diesen Satz zitieren, bringe es aber scheinbar nicht zustande.
Moderatoren: Martin